Wir sind drin!

Da ist er, der Spruch der so viel bedeutet und bewirkt. Wir sind drin! Am 31.07.2016 hat unser Umzug stattgefunden und wir wollten doch zumindest mal eine kurze Wasserstandsmeldung geben. Denn zurzeit liegt natürlich die Priorität darin, die Räume einzurichten, Kisten auszupacken und nebenbei auch alles sauber zu machen oder sauber zu halten.

Die Woche vor dem Umzug war nochmal spannend und mal wieder nervenaufreibend. Wieso auch nicht. Passt ja zu den bisherigen Erlebnissen. Angefangen hat alles mit der Lieferung unseres Treppengeländers und der Brüstung. Bei der Abnahme mit Herrn Lange hatten wir noch versichert, dass das Geländer so schnell wie möglich montiert wird, damit auch endlich die Fertigstellungsanzeige beim Bauamt eingereicht werden kann. Aber wie es so kommen musste, hat unsere Lieferung mal wieder länger gedauert. Wir mussten Nachbars Tochter bitten die Lieferungen für uns entgegen zu nehmen, da wir bereits wegen anderen Terminen Donnerstag und Freitag die Woche zuvor Homeoffice gemacht haben und nicht schon wieder zu Hause bleiben konnten. Ich hatte alles vorbereitet. Eine Vollmacht geschrieben, den Personalausweis zur Sicherheit da gelassen und den Schlüssel übergeben ... Um zu erfahren, dass am Montag, 25.07. mit den Pflasterarbeiten unserer Straße begonnen wird und wir davon mal wieder nichts wussten!!! Die Straße sei die ganze Woche nicht befahrbar. Unser anderer, ebenfalls betroffener, Nachbar teilte uns das mit, da er nämlich aufgefordert wurde, das Grundstück mit dem Auto zu verlassen. Er klärte in dem Zusammenhang aber noch für uns, dass bis Ende der Woche die Arbeiten fertig gestellt werden und wir daher am Wochenende ohne Probleme umziehen können. Nur die Anlieferungen der Pfosten, Handläufe und Querstreben (ca. 3,50 m) wurde nun zum Problem, weil sie nicht bis ans Haus geliefert wurden. An beiden Tagen konnten wir dann wie gesagt organisieren, dass die Pakete beim Nachbarn abgestellt wurden. Schön war das aber nicht.



Für Donnerstag, 28.07. nahmen wir uns dann den Aufbau und die Anbringung der Brüstung vor. Wir haben extra früh Feierabend gemacht, um 17:30 Uhr zu Hause zu sein, um ... dann mit der Berliner S Bahn 2 Stunden nach Hause zu brauchen. Welches Problem diese wieder mal hatte, keine Ahnung. Jedenfalls hatte Stefan Glück und konnte sich ein paar Bahnhöfe weiter vorn noch in eine Bahn quetschen, während ich an einem der Hauptknotenpunkte von Berlin nicht mehr rein kam. Auch die Bahn danach nicht und die nächste kam auch erst wieder Minuten später. Ich trickste die Bahn dann damit aus, indem ich der ankommenden Bahn entgegen fuhr und ein paar Bahnhöfe früher einstieg. Aber dieser Plan ging auch erst nach einer Weile auf und so war ich dann erst gegen 19 Uhr da. Zu der Zeit war neben Stefan auch der Mann meiner Mama damit beschäftigt, die Einzelteile der Brüstung zusammen zu bauen. Dies war etwas kompliziert, denn es war keine Anleitung dabei. Die Zeit rann und so haben wir zu später Stunde wenigstens noch einen Pfosten an die Wand gebracht. So ganz richtig wirkte das aber nicht und wir vertagten die Arbeiten auf das Wochenende. Ich rief dann am Freitag auch nochmal den Hersteller an und erfuhr, dass es eine Montageanleitung per Video auf deren Internetseite gab. Dieses musste ich mir dann runterladen, damit wir es im Haus ohne Internet überhaupt auch anschauen konnten. Sowohl am Freitag, als auch Samstag waren wir immer mal wieder mit der Anbringung des Geländers beschäftigt um dann festzustellen, dass die Pfosten fehlerhafte Bohrungen vorwiesen. Diese waren nicht in einer Flucht mit dem Rest des Pfostens und so konnten wir die Querstreben nur mit Mühe und einer provisorischen Halterung montieren.


Auf dem Bild hier sieht man, wie die Halterungen gerade stehen,aber die Bohrungen leicht nach rechts gehen. Normalerweise liegt die Halterung bündig am Pfosten an, sodass kein Schlitz wie hier entsteht. Und sicher ist das so auch nicht, da die Verschraubung nicht ordentlich durchgeführt werden konnte und kein Halt besteht.



Um beim Umzug aber eine Absicherung zu haben, haben wir trotzdem die Brüstung mühselig angebaut und die Pfosten dann anschließend beim Hersteller reklamiert. Dieser hat den Systemfehler in der Bohrmaschine bestätigt und uns gesagt, dass der Fehler inzwischen behoben und alle fehlerhaften Pfosten aussortiert wurden. Nur wir hatten mal wieder das Glück, ausgerechnet aus dieser Fertigungscharge die Pfosten bekommen zu haben. Aber uns werden nun umgehend neue Pfosten geschickt und eine kleine Aufwandsentschädigung gibt es auch. Sehr freundlich, schließlich muss alles wieder ab- und neu anmontiert werden.

Als weiteres Ereignis kam dann am 29.07. hinzu, dass die Straße nicht wie vereinbart fertigstellt wurde. Obwohl - und das ist das unfassbare und frechste überhaupt - die Bauarbeiter am Mittwoch und am Morgen des 29.07. erinnert wurden, dass wir umziehen. Kein Sterbenswörtchen, nichts. Am Abend kommen wir zum Haus und die Straße ist nicht fertig gepflastert und Paletten stehen im Weg, dass man diese nicht passieren kann. Wir hatten Glück die zuständigen Bauleiter zu erreichen, die aber von der Vorgehensweise nichts wussten. Auf meine Beschwerde hin, was die eigentlich die Woche und vor allem heute gemacht haben (es war wirklich nicht mehr viel zu tun!!) kam die patzige Antwort: "Schneiden Sie mal 300 Steine..." ... Tja, das ist nicht mein Job und ich hätte auch gern nachgezählt, aber 300 Steine haben die bestimmt nicht geschnitten. Uns ging es einfach darum, dass ursprünglich die Arbeiten im Baugebiet für 4 Wochen im Monat Mai vorgesehen waren. Dann wurden sie auf den Juni verschoben und mittlerweile befinden sich die Arbeiter in der 11. Woche von angesetzten 4 und die Außenanlagen sind immer noch nicht fertig gestellt! Für die Arbeiten an unserer Straße waren mal 3 Tage geplant, wenn man aber alle Arbeitstage zusammen zählt, kommt man auf 14 (inkl. Borde setzen, aufräumen, abrütteln...). Wie kann es sein, dass dann auch noch mit einer Lari-Fari-Einstellung gearbeitet wird und man dann nicht mal sein "Versprechen" hält und trotz Zeitnot nicht die Arbeiten fertig stellt. Wir waren mehr als sauer und angepisst. Ja, ich musste mir sogar ein paar Tränen wegdrücken, weil mich diese dauernd nicht funktionierenden Situationen belasten. Warum trifft es eigentlich immer uns? 

Stefan organisierte in der Zwischenzeit dann ein paar "Möbelhunde" für uns, solch Transporthilfen auf Rollen. Der Umzug ging am Ende gut über die Bühne und wenigstens hat die Sonne für uns gelacht. Aber es war einfach nur nervig. Trotz allem, dank der guten Organisation und den fleißigen Helfer war alles (na ja fast) gegen Mittag im Haus und der Umzug beendet. Nun waren wir auf uns allein gestellt. Gott sei Dank hatten wir den Tag zuvor das Bett aufgebaut. Dies musste nur noch mit den Lattenrosten und Matratzen befüllt werden und bescherte uns dann eine erholsame und ruhige Nacht.


Am nächsten Morgen wachte ich das erste Mal 5:30 auf und gegen 7:00 Uhr war ich hellwach. Geträumt hatten wir nichts und Stefan hätte gern noch weiter geschlafen, aber gegen 8:00 Uhr holte ich ihn an den Frühstückstisch. Da wir keinen Tisch hatten, musste der Couchtisch her halten. Aber wir sind ja geübte vor-dem-Fernseher-Esser :-) Nach der Stärkung ging es dann erstmal zu Ikea und ab Nachmittags widmeten wir uns dem Auspacken der Küchen-Kisten und dem Putzen und Beseitigen der Malerreste.


A pro pos Maler. Der ist am 28.07. soweit fertig geworden, aber wir haben noch viele Stellen, die er unseres Erachtens nacharbeiten muss. Der Treppenaufgang hat auch ziemlich beim Umzug gelitten und hat er eh eingeplant neu zu machen. Wir werden ihn  bei nächster Gelegenheit mal anrufen, wann er nochmal kommen kann. Denn die Schrammen oder nicht richtig abgeschliffenen Stellen im Haus stören uns schon.

Ansonsten haben wir die Woche gut genutzt. Am Dienstag kam die Telekom und hat unseren Anschluss freigeschaltet. Am Mittwoch wurde unser Esstisch geliefert, der Elektriker hat seine Restarbeiten abgeschlossen (hierzu kommt wie versprochen noch mal ein extra Post) und unser Glas der einen Terrassentür wurde ausgetauscht. Sie hatte einen Kratzer. Die neue allerdings auch, also muss hier ein erneuter Austausch stattfinden.

Unser süßer Hankie lebt sich auch so langsam ein, aber es wird noch einen Moment dauern. Es war die Urlaubswoche doch ziemlich wuselig im Haus und so wirklich wohl fühlt er sich noch nicht. Auch seine Gassirunden laufen weniger entspannt ab, da er erstmal die neuen Wege und Gerüche erkunden muss.

Wir leben zur Zeit noch etwas provisorisch und haben uns vorerst so eingerichtet, dass man die wichtigsten Dinge bei sich hat. Ein Bett zum schlafen, Kleidung, Küche und Badutensilien. Es wird auf jeden Fall noch einen Moment dauern, bis es wohnlich, dekorativ und sauber ist. Aber wir tun unser Bestes und man weiß ja, wie Umzüge so ablaufen. Da wir einige Möbel damals verkauft haben, haben wir auch nicht die Ablagefläche die wir brauchen. Also wird auch einiges erstmal in Kisten verweilen ;-)




Kommentare:

  1. Meinen Glückwunsch für euch !

    Auch wenn der Weg mit Stress und Aufgaben sicher noch lange nicht vorbei ist, so habt Ihr den größten Meilenstein geschafft.

    Genießt das Leben in den eigenen 4 Wänden, oder .. wie viele Wände es auch sein mögen, hehe :)

    Ich bin euch gefühlt dicht auf den Versen, vllt. sehen wir uns ja dann endlich einmal.
    Beste Grüße bis dahin und alles Gute !

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    1. Hallo Fabian, ein Versuch ist es wert :-) Ab und zu schauen wir bei den Gassirunden an deinem Haus vorbei. Sehr schön!! Dann dir weiterhin auch alles Gute und wir bleiben in Kontakt.

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