Zinsen steigen

:-(

Mehr ist dazu nicht zu sagen. Noch später sollte alles nicht stattfinden.

Der Graus eines jeden Interessenten

Es ist nicht zu fassen. Da verlegt man seinen Finanzierungstermin, da man nochmal alle Zusatzkosten abgrasen möchte und dann bekommt man einen unerwarteten Anruf vom Grundstücksbesitzer. Zurzeit befindet er sich im Urlaub und wenn er von dort anruft, scheint es wohl wichtig zu sein. Er teilte uns mit, dass sich just am Wochenende ein zweiter Interessent gemeldet hätte. Aber nicht wie wir persönlich, sondern über unsere liebste Hausbaufirma Markon. F*** !!! Die hätten ihm eine Mail geschrieben oder angerufen und gesagt, dass die anderen es ziemlich eilig hätten und eine Entscheidung getroffen werden muss. Er würde die am Montag mal anrufen und nachfragen, was wirklich sei.

Also telefonierte ich heute wieder mit ihm und er teilte mir also mit, dass die sehr großes Interesse haben und auch schon weit mit Markon sind. Äh ja, wie wir wahrscheinlich. Wir stehen schließlich auch kurz vor allen Unterschriften. Wir hatten dem Grundstücksbesitzer ja mitgeteilt, dass wir den Finanzierungstermin aus den und den Gründen verschoben haben. Und es kam m. E. ein mitfühlendes OK. Es wirkte so, als wollte er langsam Druck machen. Denn er sagte dann, dass er das Ganze gern bis November über die Bühne bringen möchte, um nicht den Winterdienst beauftragen zu müssen. Ich sagte ihm dann also heute, dass wir den Termin am 26.09. haben und dann ist alles gut und wir können alles in die Wege leiten. Er bestätigte mir, dass wir noch immer seine Nummer 1 seien, wir hätten schließlich zuerst gefragt. Mit diesem guten Gefühl warteten wir also unseren Finanzierungstermin ab.

Kalte Füße

Eigentlich hätten wir in den nächsten Tagen unsere Finanzierungsanfrage abgeschickt. Allerdings haben wir heute - mehr oder weniger - kalte Füße bekommen. Der Grund ist der, dass ich mir unsicher bin, ob die Finanzierung so wie sie ist, reicht. Ich war nämlich letzte Woche bei einem Elektriker, um mal ein externes Angebot reinzuholen. Wir würden das gern mit einer externen Firma machen, leider ist aber die Gutschrift von TMH ein Witz. Aber in diesem Gespräch kamen so einige Dinge auf, die eigentlich logisch sind, dass man sie braucht, aber irgendwie hat man nie gedacht, die preislich auch mal aufzuführen. Das man mehr Steckdosen braucht ist klar und sicherlich auch zu stemmen. Aber das die Außenbeleuchtung kostet, genauso wie TV und Internetdosen oder einfach nur andere, hübschere, Schalter und sich das schnell summiert, daran hat man vorerst keinen Gedanken dran verschwendet. Würde die Gutschrift nicht so mickrig sein, hätte ich der anderen Firma längst den Zuschlag gegeben. Ich fühlte mich gut beraten und außerdem arbeitet jemand aus der Familie dort.

Dazu kommt, dass wir gewisse Vorstellungen haben, wie die Fliesen sein sollen. Auch hier habe ich dann angefangen mit Fachleuten ins Gespräch zu gehen, um mal eine Preisvorstellung zu bekommen. Da also kurz gesagt noch Fragen offen waren, haben wir uns entschieden, den Termin nochmal um 2 Wochen zu verschieben. Außerdem war die Prüfung des Bauvertrags noch nicht durch und wir unterschreiben ja nicht blind irgendwas.

Wir basteln uns eine schöne Finanzierung

Gestern waren wir mal wieder bei Frau Klemm. Man muss den beiden Damen auf jeden Fall ein Lob aussprechen, ich finde uns ja sehr nervig als potentielle Bauherren. So viel wurde nun schon gerechnet und immer kamen Antworten. Danke!

Nachdem wir das, im vorherigen Post beschriebene, Angebot mit dem Baustein Bausparvertrag erhalten haben, brauchten wir nochmal eine Beratung. Ich hatte mich mal wieder belesen - mittlerweile fühle ich mich so, als könnte ich selbst Beraterin in allem was den Hausbau betrifft werden. Und dabei kam ich auf Idee die KfW Förderung vielleicht komplett wegzulassen. Irgendwie war uns das nichts mit den vielen Beteiligten bei der Finanzierung und dann ablösen hier und da und sowieso. Also gingen wir gestern zu Frau Klemm und sagten ihr, dass das einfach nicht zu schaffen ist mit dem Bausparer und schlugen vor, eine Vollfinanzierung bei der Bank zu machen. Sie fand das gut und erklärte uns, dass sie als Baufinanziererin allerdings immer auf das KfW Darlehen hinweisen muss und das natürlich auch ohne geht. Gut für uns, da wir dann auf Sonderleistungen beim Haus verzichten können, um den KfW Standard zu erreichen.

Und dann kam es, ein Angebot was uns gut gefiel. Es war über unserer gesetzten Grenze, hatte allerdings 25 (!!!) Jahre Zinsbindung. Wir rechneten aus, ob es zu stemmen war und ja ... irgendwie ginge das schon ;-)

Also verabredeten wir uns, dass wir nun mal alle erforderlichen Unterlagen zur Antragsstellung sammeln werden.

Verhandlungen

Heute saßen wir zu viert an einem Tisch. Unsere Finanziererin, Frau Klemm, machte den Vorschlag direkt mit Frau Horlacher (TMH) und uns zu besprechen, was wir schönes bei unserer Finanzierung hinbekommen. Ausschlaggebend war, dass der Kredit zwar mittlerweile eine passable monatliche Rückzahlungssumme ergab, allerdings der Vorschlag gemacht wurde, nebenbei noch einen Bausparer zu besparen.

Aktuell ist unsere Finanzierung so aufgebaut, dass wir zwei KfW Darlehen in Anspruch nehmen würden (je 50.000 Euro zu einem niedrigen Zins), die allerdings nur eine Zinsbindung von 10 Jahren haben. Den anderen Teil der Summe finanzieren wir bei einer Bank, mit einer längeren Zinsbindung. Wenn nun nach 10 Jahren die Zinsbindung beim KfW Darlehen ausläuft, wird kein neuer Zins ausgehandelt (wie bei den Banken) sondern die KfW Bank bedient sich an den tagesaktuellen Zinsen. Angenommen die stehen bei 5 %, wird die Restschuld dementsprechend neu berechnet. Um nun nicht hohe Zinsen zahlen zu müssen, ist die Idee, nebenbei einen Bausparer zu bedienen, wo man ganz viel reinspart, um dann die Restsumme abzulösen und dann bei der Bausparkasse zu finanzieren. Das ist aber unser Problem. Wir haben durch den Hausbau sowieso eine höhere monatliche Belastung als vorher. Da können wir nicht auch noch 300 und mehr Euro aufwenden, um den Bausparer zu besparen.

Deswegen waren wir heute im Gespräch, um mal zu gucken, wie wir das Haus anders planen können, damit es günstiger wird. Ende vom Lied war, statt der SV 145 ( 138 qm) würde es sich anbieten die SV 135 ( 128 qm) zu nehmen, auf das Vordach zu verzichten und ggf. auf andere Spielereien. Aber halt, das soll ja nicht so sein. Also haben wir zugestimmt das Vordach rauszunehmen, sowie das Haus (erstmal) zu verkleinern.

Frauen sind einfach die besseren Menschen

Wie bereits angedeutet, war unser zweiter Finanzierer sehr auf die ING DiBa gepohlt und der dritte einfach nur unmöglich, sodass wir uns noch zu einem vierten Gespräch überwunden haben. Irgendwie musste es doch gehen, dass wir uns dieses blöde Haus leisten können. Frau Horlacher von TMH hatte uns immerzu schon von einer Dame erzählt, mit der sie seit Jahren zusammenarbeitet. Also gingen wir zum letzten Angriff über. Alle Unterlagen (waren mittlerweile schon griffbereit auf einem Stapel) unter dem Arm und nach Bergfelde gefahren.Wo bitte? Ja genau, bei Hohen Neuendorf. Wir lernten unser Umfeld von einer ganz neuen Seite kennen. Kann man überall auf jeden Fall schön Fahrrad fahren ;-)

Um 18:30 Uhr sind wir also dort angekommen und hatten vorher nochmal Frau Horlacher um ein aktuelles Angebot gebeten. Ich war jetzt voll in meinem Element und zeichnete fast täglich neue Grundrisse, weil einfach immer was hätte besser sein können. Aber leider wurde es nicht zeitnah fertig.

Was soll ich groß erzählen? Wir gaben alles ein und es passte nicht? Fast! Es war mal eine ganz andere Art von Eingabe. Das war mal so ein richtiges Screening und wir haben uns komplett nackig gemacht. Zuvor waren das immer nur so Circa Rechnungen und diesmal gab sie gleich alles ins System ein. Unsere Daten, die Hausdaten, die Grundstücksdaten (Bodenrichtwert ... noch nie zuvor gehört) und zum ersten Mal fühlten wir uns wohl. Es liegt wohl einfach daran, dass Frau Klemm mehr Gefühl als Frau hat. Wir waren happy. Endlich kein Geschwafel.

Wir bekamen dann 3 Angebote von ihr mit auf den Weg. Die Zahlpausen der KfW Darlehen waren dabei unterschiedlich und die Laufzeiten veränderten sich dementprechend. Es ging uns darum, dass der Kredit natürlich auch während der Elternzeit zu tragen sein muss und wir planen das mittelfristig ;-) Am Ende gingen wir mit einem guten Gefühl raus, die richtige Partnerin in Frau Klemm gefunden zu haben, aber die Summen auf dem Papier waren noch immer nicht so gut für das Bauchgefühl.

Dritter Finanzierer

Getrieben von dem unschlagbaren Preis von TMH bin ich mal wieder rumgesurft und habe mir auf Immobilienscout nochmal ein paar Vergleiche angeschaut, was die Finanzierung angeht. So richtig zufrieden waren wir irgendwie noch nicht, was bisher angeboten wurde und es musste doch was geben, was genau zu uns passt! Also schrieb ich 3 Anbieter an und alle meldeten sich natürlich prompt. Klar, geht ja ums Geld. Herr C. allerdings antwortete auch gleich mit einem mehr oder weniger konkreten Angebot. Während alle anderen erst rumschwafeln wollen. Sorry, aber darauf habe ich einfach keine Lust (mehr). Jedenfalls schickte Herr C. mir mit einer netten Mail ein Angebot und wir vereinbarten rasch einen Termin. Diesmal bei uns zu Hause, auch mal entspannend. Sonst fährt man sich ja nur einen Wolf.

Ich war also hocherfreut, dass wir heute mal schön was berechnet bekommen, allerdings stellte sich heraus, dass er sein Notebook nicht dabei hatte. Toll. Und er verkündete, dass er am Wochenende in den Urlaub fährt. Man, schon wieder. Ich möchte keine langen Wartezeiten mehr. Mein erster Eindruck von Herrn C. blieb für einen kurzen Moment. Dann wendete sich das Blatt. Es war so, dass ich natürlich gesagt habe, dass wir bereits mit zwei anderen Finanzierern zusammengearbeitet haben, aber nicht das richtige für uns dabei war (auch das Gefühl für ein gutes Miteinander muss bestehen - denken wir!).Und er sagte eben daraufhin, dass er doch aber eine Chance hätte, sonst würde er sich hier nicht Arbeit machen. Ahja ... Ok ... Der soll mal nicht so tun, als würden ihn 1,5 Stunden seines kostbaren Lebens Zeit verschwenden. Er verdient immerhin fette Kohle, dafür dass er ein bisschen was in den Computer tippt. Nach kurzer Einführung in unsere finanzielle Situation und Vorstellungen kam er dann darauf zu sprechen, dass es eigentlich nur Sinn macht mit Wohnriester zu finanzieren. Es ging eigentlich um nichts anderes. Nur um die Vorteile. Was ich wirklich als Vorteil empfand war die Information, dass ich meinen bestehenden Riestervertrag dort einbringen kann und es als Eigenkapital wirkt. Wir verabschiedeten uns dann und Herr C. schickte uns am nächsten Tag auch gleich ein Angebot.

Er verkaufte sein Angebot wirklich gut und am Ende stand dann dort "dass er wirklicht glaubt, dass er uns damit absolut unter Beweis stellen kann, dass es gut und richtig ist, dass ER uns bei unserem schönen Projekt begleitet".

Die Rate war annehmbar, aber irgendwie haben wir das ganze Konstrukt nicht verstanden. So befragte ich heute wieder unsere liebste Suchmaschine und eigentlich reichte uns die Info, dass am Ende vom Lied, nämlich zu Rentenbeginn, erstmal schön viel Steuern nachbezahlt werden dürfen. Das kam mir bekannt vor, denn das wird mich beim Riesterrentenvertrag auch erwischen. Irgendwie fanden wir das Angebot doch nicht mehr so verlockend und ließen Herrn C. auch erst mal in den Urlaub fahren.