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Wir beackern unser Grundstück

Da es im Haus zurzeit etwas schleppend vorangeht, haben wir uns entschieden draußen weiter zu machen bzw. mal anzufangen. Nachdem wir nun schon ein paar GaLa-Bauer da hatten und auch diverse Angebote erhalten haben, müssen wir uns doch von dem Traum einer raschen Fertigstellung der Außenanlagen (von Profis) verabschieden. Wichtig ist uns vor allem, von dem restlichen Schlückchen Geld, die Auffahrt/Stellplätze pflastern zu lassen. Das sind um die 100 m² und da wollen wir uns nicht selbst dran probieren. Aktuell suchen wir also noch einen Partner, der das für einen (für uns) bezahlbaren Preis anbietet. 

Also habe wir uns entschieden, hinter dem Haus mit den Arbeiten zu beginnen. Das fiese Unkraut, vor allem die Goldrute, hat sich seinen Weg wieder gesucht und ist schon wieder Zentimeterhoch gewachsen. Also haben wir am Sonntag angefangen Unkraut zu beseitigen. Wir waren 5 1/2 Stunden beschäftigt und man hat das Gefühl, man ist nicht wirklich voran gekommen. Aber wir haben ja die nächsten Wochenenden Zeit dafür.

Unser Aushub, der im Oktober 2015 noch Erde pur war, hatte mittlerweile einen sehr schönen Mohnbewuchs bekommen. Da uns nun schon von mehreren Seiten gesagt wurde, dass der Boden nicht vollständig zum auffüllen gebraucht wird und wir am Ende ja auch noch frischen Mutterboden verteilen sollten, haben wir uns entschieden den halben Berg abfahren zu lassen. Das ist gestern passiert. Ein Teil der Mohnplantage ist zwar noch da - wir hofften gerade der Teil wird abgefahren - aber dann muss eben hier auch noch mal Unkraut gejätet und alles durchgesiebt werden.


Der Plan und zeitliche Ablauf für den Garten sieht nun so aus, dass wir den Aushub auf dem Grundstück verteilen wollen. Uns dann um die Entwässerung kümmern und dann in "Eigenleistung" die Terrasse und die Traufkante  anlegen. So hätte man schon mal eine gute Grundlage, um im nächsten Jahr weiter zu machen. Und es würde endlich mal ordentlich aussehen. Denn am Sonntag haben wir auch um die 2 Tonnen Kies in einen "Big Bag" oder Schwerlastsack - ich nenne ihn auch Gewebesack - umgefüllt. Denn der Kies vom Estrich lag mitten im Weg und im Blickfeld. 

Am Ende des Blogeintrags dann doch noch ein kleiner Einblick ins Haus. Denn unsere Dusche ist nun gefliest. Wir sind begeistert, über unsere "Holzdusche" und freuen uns schon sehr, wenn alles drin und dran ist und sie benutzbar ist.





Die Bäder sind fast fertig

Stück für Stück nähern wir uns der Fertigstellung. Heute wurden unsere Sanitärkeramiken eingebaut. Kurzum: Wir können jetzt Hände waschen und auf ein richtiges Klo gehen :-) Da die Restarbeiten der Team-Handwerker nicht mal viele sind, kann demnach das Dixi draußen demnächst abgefahren werden.

Wir haben uns bei den Toiletten für Keramag iCon entschieden. Es ist ein wandhängendes, spülrandloses WC mit einer schmutzabweisenden Keramikglasur (KeraTect®), die eine besonders leichte Reinigung verspricht.

Im Hauptbad haben wir zwei Waschbecken der Serie Laufen Pro A. Hier haben wir uns ebenfalls für die veredelte Oberfläche entschieden, mit dem Namen Clean Coat. Sie ist ein silikatkeramischer, glasartig eingebrannter Überzug über die Originalglasur. Laut Aussage des Herstellers finden Schmutz, Kalk und Bakterien auf der praktisch porenfreien Oberfläche kaum Halt und werden meist schon beim Abfliessen des Wassers mit weggespült. Das erleichtert die Pflege und sorgt auf Dauer für ein Höchstmass an Sauberkeit und Hygiene.

Armaturen im Bad sind alle von Hansgrohe Metris.





Im Gäste-WC haben wir das kleine schnucklige Waschbecken von Villeroy & Boch der beliebten Serie Subway 2.0 ausgewählt. Unser ersten Besucher am Wochenende empfanden das Waschbecken als zu klein, aber außer Hände waschen, soll man hier ja nicht viel machen ;-) Wir haben das Waschbecken schon von Beginn an ins Herz geschlossen, da es eine tolle Ablage hat und es später mit dem passenden Unterschrank und Handtuchhalter alles erfüllt, was ein Gäste-Waschbecken brauch (siehe letztes Bild). Als Armatur haben wir die ebenfalls beliebte Eurosmart von Grohe genommen.

Wir sind begeistert und freuen uns über das Ergebnis. Nun fehlt nur noch die Dusche. Hier ist leider noch immer nicht das Fliesen-Material geliefert worden.





www.villeroy-boch.de

149. Bautag: Fliesen - Wir haben eine Badewanne

Wir müssen an dieser Stelle wirklich unseren Fliesenleger loben. Er macht seine Arbeit sehr gut und achtet auf Details. So hätte ich mir gar keine Sorgen machen müssen, was die Fächer in den Wänden angeht, denn er hat eine perfekte Ausbesserung geleistet.

Bereits am Dienstag konnte man erahnen, dass das Fach in der Dusche doch genau passen wird, so wie ich es mir vorgestellt hatte. Denn er hat nochmal nachgearbeitet und heute die Fliesen angebracht. Das Endergebnis ist perfekt.




Des weiteren wurden die meisten Fliesenkantenprofile angebracht. Mir sind sie etwas zu glänzend, aber ich muss dazu sagen, dass mir auch gar keine anderen Varianten angeboten wurden. Dabei gibt es einige mehr und ich habe mir mal die anderen Möglichkeiten im Internet angesehen und hätte doch eher eine andere Wahl getroffen.




Und wie der Blogtitel schon sagt, ist heute das erste Sanitärobjekt eingezogen. Unsere Badewanne! Alle Zweifel waren umsonst, denn wir haben genug Platz zwischen Wanne und Schamwand. Da hätte locker auch eine 190 x 90 Wanne hingepasst oder noch viel lieber eine Freistehende. Aber man muss ja wirklich aufs liebe Geld achten.



Und im Gäste WC geht es seit gestern auch voran. Die Rückwand beim WC ist nun vollständig gefliest und das Fach für die Ersatz-Klorolle sieht auch prima aus. Wir haben uns entschieden, die Ablage oberhalb mit der hellen Fliese zu belegen, damit man etwas Kontrast reinbringt und so wirkt das anthrazitfarbene Fenster auch viel besser.

Die Wand beim Waschbecken ist auch fertig und wir haben nachträglich noch entschieden, das kleine Stück Wand neben der Tür zu fliesen, damit man a) einen "runderen" Übergang hat und b) dort vermutlich auch Spritzwasser hinkommen wird, wenn dort z. B. die Handtücher hängen werden. Noch wissen wir nicht, wie wir es aufteilen, aber der Fliesenleger hat uns überzeugt und genug Fliesen sind auch noch da.






146. Bautag: Fliesen & Blower-Door-Test

Tag 2 der Fliesenschlacht und der nette Herr Fliesenleger hat schon einiges geschafft. Was ein Reim ;-) Die Wand für den Handtuchheizkörper ist fertig und die Seite beim Klo. War wohl ein ziemlicher Akt, den richtigen Punkt zu finden, dass alles in einer Flucht ist. Ich weiß schon jetzt, dass leider die Anordnung der Fächer ein Fehlgriff war. Der Plan war, dass das Fach in der Dusche ein Endmaß von 30 cm Höhe und 40 cm Breite hat. Das Fach wurde von uns so ausgerichtet, das die Fliesen mittig im Fach enden und eben das Fach so hoch wie die Fliese ist.


Bei der Wanne wird das Fach 30 x 120, also zwei Fliesen breit und eine Fliese hoch.



Nun ist es aber so, dass wir die Gesamtheit der Wände nicht beachtet haben und die beiden Fächer bei der Höhenbestimmung nicht aufeinander abgestimmt haben. So wird das in der Dusche wohl eher so aussehen und ja, alle die stöhnen: Es wird mich stören. Wollte ich doch das gerade nicht erreichen. Aber am Ende war nicht der Fachmann da, den man für die Planung gebraucht hätte und wir zu voreilig.


Bei der Wanne wird der Fliesenleger es wohl hinbekommen, ich habe aber dolle Angst. Ich die Auf- Symmetrie-Steherin! Morgen wird er die besagte Wand wohl fliesen. Ich kann bestimmt nicht schlafen und kann es kaum erwarten, das Ergebnis zu begutachten. Ansonsten hier nun die Tagesergebnisse vom 12.05.2016.


Handtuchheizkörper

WC

Hier ein kleiner Vorgeschmack, wie die Fliese mit dem Boden aussieht. Wir freuen uns sehr auf das Endergebnis!


Für heute stand auch der Blower-Door-Test an, bei dem Stefan zeitlich bedingt nicht dabei sein konnte. Ich hatte schon gelesen, dass er nicht sehr spektakulär ist und er dauerte mit Auf- und Abbau ca. 1 Stunde. Dabei sein wollten wir aber schon.

Wikipedia sagt: 

Mit dem Differenzdruck-Messverfahren (auch: Blower-Door-Test) wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülleaufzuspüren und die tatsächliche Luftwechselrate zu bestimmen. 

Weiter steht dort: 

Jedes Gebäude muss nach heutigem Standard eine geplante, lückenlose, dichtende Ebene zwischen Innen- und Außenbereich aufweisen. Dies wird mit zunehmenden Dämmstoffstärken immer wichtiger, da der Wärmedurchgang über Transmission durch gut gedämmte Bauteile zwar sehr gering ist, aber seine Effizienz verliert, wenn ein großer Teil der zugeführten Energie durch Konvektion über Leckagen verlorengeht. 

Bei dem Test wurde mit einem Ventilator Luft erst rausgesaugt und später in das Haus gedrückt und ein Unter- bzw. Überdruck erzeugt. Die Messwerte geben dann an, ob unser Haus genug Dichtigkeit vorweisen kann oder ob irgendwo nachgearbeitet werden muss.

 

Nachdem also mit dem Ventilator ein konstanter Unterdruck erzeugt wurde, bin ich mit dem Prüfer durch das Haus und er hat untersucht, ob an irgendeiner Stelle Luft ins Haus strömt. Wir haben keine Stellen gefunden. Im Umkehrschluss würde es bedeuten, das im Winter kostbare Energie nach draußen entweichen könnte.

Mit einer Wärmebildkamera untersuchte er dann vor allem die Fensterbereiche sowie die Bereiche an der Decke. So könnte man sehen, ob vielleicht die Dampfsperre nicht richtig angebracht wurde und es Lecks beim Fenster gibt. Wurde sie aber und die Fenster sitzen auch perfekt.

Im zweiten Bild mal ein Beispiel einer blauen Stelle. Hätten wir die Farbe beim Fenster wüsste man, das dort Luft durchkommt. Die blaue Stelle hier ist Feuchtigkeit von den Fliesenarbeiten.

 

Aus den gesamten Ergebnissen des Über- und Unterdruckes des Gebäudes wird die mittlere Luftwechselrate (n50-Wert) errechnet. Dieser gibt an, wie oft die Luft in dem gemessenen Gebäude durch Leckagen bei einem Referenzdruck von 50 Pascal in einer Stunde ausgetauscht wird. Die Grenzwerte für ein Haus mit Lüftungsanlage liegt bei 1,50/h.

Nach knapp 15 min. waren wir mit dem Haus durch und er war sehr zufrieden. Unsere Luftwechselrate liegt zwischen 0,6 und 0,7/h und somit haben wir den Wert eines Passivhauses!

145. Bautag: Fliesen

Eine Woche früher als geplant beginnt der Fliesenleger seine Arbeiten in unserem Haus. Zuerst freuten wir uns und dachten, dass dann die Fertigstellung sich auch um eine Woche vorverlegt, aber nix da. Der Fliesenleger sagt, er hat genug zu tun, dass er die 3 Wochen ganz gut brauchen kann.

Da für heute auch der Termin mit Junkers anstand, kündigte ich auf Arbeit schon mal an, dass es später wird. Am Ende zog sich mein Baustellentermin dann 2 Stunden hin... 

Zuerst ging ich mit Fa. Ceram Design die einzelnen Räume durch. Parallel wurden auch die ersten Fliesen angeliefert. Im HWR gab es nicht viel zu bereden, hier kommt eine stinknormale anthrazitfarbene Fliese mit Sockelleiste. Im Gäste-WC dauerte die Besprechung dann schon länger. Zum einen haben wir 3 verschiedene Fliesenformate und dann wurde auch noch festgestellt, dass mein ausgerechnetes Brüstungsmaß nicht mehr stimmte. UK Fenster sollte eigentlich bei 135 cm liegen, dass bis dahin die Trockenbauwand fürs Klo gestellt werden kann und dann rechts auf der Wand 3 Fliesen á 45 cm rankommen. Also alles bündig und ein perfektes Bild ;-) ABER Brüstungshöhe liegt bei 137 (oder 138). Dies kommt dadurch zustande, dass 1. der Estrich in den zu fliesenden Räumen 1 cm weniger eingebracht wurde, damit wir nachher einen ebenen Übergang von Fliese zu Vinyl haben und 2. habe ich den Bodenaufbau allgemein nicht bedacht. Mist.... Erster Vorschlag vom Chef: Wir machen die Trockenbauwand auf normal 120 cm und dann hätten wir 2 Ablagen und die unterschiedliche Fliesenhöhe rechts fällt nicht mehr auf. Iihhh neee, wie sieht das denn aus? Ich wollte weiterhin dass die "Abmauerung" als Fensterbrett dient. Nicht zwei Ablagen, das sieht doch dämlich aus. Typisch Mann ;-) Vorschlag des Mitarbeiters: Wir machen unten eine 5 cm "Sockelleiste" und dann kommen die großen Fliesen. Die Fliese schließt dann zwar nicht bündig mit dem Fensterbrett ab, aber wenigstens ist die Abmauerung ordentlich auf der gewünschten Höhe. Und die Idee ist ganz gut, da auf der linken Wand eh gar keine Fliesen hinkommen, sondern nur eine Sockelleiste und das dann passt, wenn es überall so durchgezogen wird. Ein kleines Highlight haben wir dann noch mit beauftragt. Wir möchten für die Ersatz-Klopapierrolle ein Fach neben der Toilette. Bisher wurde es nicht ausgeschnitten, aber ich habe Hoffnung, dass es nicht vergessen wurde und später gemacht wird.


Gäste WC

Im Flur/für die Treppe haben wir uns für Fliesen aus einem anderen Geschäft entschieden. Diese waren am Morgen noch nicht da, daher mussten wir abends unbedingt ein Blick ins Paket werfen. Aber hmmm ... die sind ja ziemlich hell. Wenn ich an unseren anderen Boden im Haus denke, sieht das nicht mehr so ähnlich aus wie damals im Laden. Ein Abgleich der Bestellnummer bestätigte aber, das sind die Fliesen. Wir werden in den nächsten Tagen nochmal das Vinylmuster ran legen. Wenn es sich doch zu sehr "beißt" muss ich wohl nochmal auf die Suche nach anderem Vinyl gehen... Was ärgerlich wäre, wenn es nur wegen des anderen Lichts im Fliesenladen zu solch Unterschieden kommt.



 Im Hauptbad oben dauerte es dann wieder seine Zeit, weil Frau einfach so viele Wünsche hat ;-) Es gibt die Bodenfliese, die Wandfliese, eine Wand mit extra auf Muster geschnittene Bodenfliese, Fächer und Ablagen die mit der Bodenfliese belegt werden sollen. Uff, zu viel für den Mann. Er musste erstmal Notizen machen und sich das überall rankritzeln. Zudem wird nicht alles raumhoch gefliest. Am Ende haben wir das aber hinbekommen, nicht zuletzt durch meine perfekte Vorarbeit :-D



Und am Abend waren die Vorbereitung fürs Fliesen fast abgeschlossen. Das Bad wurde abgedichtet, damit die Bauteile gegen Schwall- und Spritzwasser geschützt sind. Dabei wurde im Bereich der Wanne und der Dusche großflächig grundiert und zwischen Boden und Wand ein Dichtungsband verklebt. Auf dem Boden kommt später auch noch die Abdichtung, aber erst wenn die Wände fertig gefliest sind, da sonst die Schicht zerstört werden würde.






Am Ende der Raumbegehung haben wir dann noch besprochen, wo Fliesenkantenprofile aus gebürsteten Edelstahl angebracht werden. Ich muss zugeben, dass ich mich da etwas hab bequatschen lassen und mir das Endergebnis nicht so richtig vorstellen kann. Das zwischen zwei Kanten so eine Schiene kommt, kenne ich und wertet das Bild auch optisch auf (siehe Bildbeispiel). Aber wir bekommen sie bei halbhohen Wänden jetzt als Abschluss. Ich hatte erst gesagt, dass ich das eigentlich klassisch (und vielleicht auch altmodisch) ohne Schiene möchte, aber mir wurde doch ans Herz gelegt "dass das nicht aussieht". Nun habe ich dem zugestimmt und hoffe dass es nach was aussieht, denn ein laufender Meter kostet 20 Euro/netto.




Und dann wurde ich noch vor die Wahl gestellt, welche Fugenfarben wir nehmen. Bisher hatte ich daran keinen Gedanken verschwendet und muss sagen, dass ich damit auch nicht gerechnet habe. Ich habe dann zwar gemeinsam mit den Fliesenlegern eine Erstauswahl getroffen, aber ich möchte dass Stefan auch noch mal drüber guckt und dann würde ich das gern final entscheiden, wenn die Fliesen angebracht sind und man es sich besser vorstellen kann. Denn mit so einer Fugenfarbe steht und fällt das Gesamtbild.

Die restliche Zeit der 2 Stunden verbrachte ich mit dem Junkers-Mann. Was er da so ganz genau tat, kann ich nicht sagen. Jedenfalls hat er die Therme aufgemacht und irgendwie an der Technik gespielt. Am Ende meinte er, dass das Display einen Wackelkontakt hat und es ausgewechselt wird. Er wusste nichts davon, dass es scheinbar spinnt und hatte keins dabei. Wir haben nun erstmal ein Ersatzbedienfeld bekommen. Außerdem hat er das Estrichprogramm beendet, was ja nicht schlimm ist, da wir draußen im Schatten 25 Grad haben und das Haus ja eh warm genug ist.

Brückentag

Es ist sonnig, man hat einen Tag Urlaub und gute Laune. Was tut Frau da? Richtig: Sich um die Inneneinrichtung kümmern. 

Zum Einen habe ich das gute Wetter genutzt, um zum Haus zu radeln und mal zu schauen, wie denn eigentlich der ausgesuchte Boden mit unseren Fenstern harmoniert. Oder eher, wie sieht der Boden im Haus überhaupt aus? Mit unserem minimalistischen Muster ist das natürlich nur ein kleiner Einblick, aber sieht gut aus. Ich freue mich schon sehr aufs verlegen!





Den Rest des Tages nutzte ich dann für einen Besuch bei meinem Lieblingsschweden mit der Mama ;-) Ich hatte Lust eine weitere Anschaffung für das Haus zu machen und diese ist auch sehr wichtig, nämlich der Waschbeckenunterschrank. Schon lange liebäugelte ich mit der Godmorgon Serie, da sie m. E. qualitativ mit den Waschtischen namenhafter Hersteller mithalten kann. Außerdem schlägt der Preis einfach alle anderen Argumente, auch wenn wir lieber eine Maßanfertigung vom Tischler hätten. Aber was nicht ist, kann ja mal werden...

Bei den Waschtischen haben wir uns für klassisch weiß hochglanz entschieden. In Matt sieht die Variante dann doch wieder "billig" aus und wir wollten nicht zu bunt werden im Hauptbad. Mittlerweile hat IKEA zwar sein Sortiment an meine Lieblingsfarbe angepasst, aber das grautürkis passt dann leider doch nicht zum geplanten Stil.




Der doch etwas frühzeitige Besuch für diesen Einkauf war der Tatsache geschuldet, dass IKEA jetzt einen neuen Wandschrank der Serie im Sortiment hat. Bisher war ich immer auf der Suche nach einem passenden Schrank mit einer Drehflügeltür für den Abwurfschacht, ohne aber etwas absägen zu müssen. Das wäre bei der bisherigen Möbeln der Fall gewesen. Und als ob IKEA mich auch hier erhört hat - neben dem türkisen Sortiment - haben sie einen Schrank mit den Maßen 40 x 32 x 58 cm rausgebracht. Der Wandschrank wird also umfunktioniert und mit der idealen Höhe, wie der Waschtisch, daneben gehängt. Somit haben wir eine einheitliche Front, aus dem gleichen Material. Toll. Ich freue mich!

Dazu wird es später sicher einen weitere DIY Eintrag geben. Aber erstmal müssen wir einziehen bzw. die Grundlage geschaffen sein. Nämlich Fliesen und Waschbecken an der Wand...

Vor-Ort Gespräch mit Sanitärinstallateur

Heute hatte ich das Date mit dem Sanitärinstallateur. Stefan muss ja leider noch das Jahr durcharbeiten :-( Jedenfalls wurde mir bei der Terminvereinbarung noch gesagt, dass wir uns gegen 13 Uhr treffen, und dass er sich aber am Freitag davor nochmal melden wird. Leider kam keine Info und so ging ich auch weiterhin davon aus. Ich hatte dann vor, mich den Vormittag vorzubereiten und technische Zeichnungen auszudrucken. Nix da. Am ersten Urlaubstag wurde ich erstmal 8:30 Uhr mit einem Anruf geweckt, dass der Sani dann gegen 9 bis 10:30 Uhr vor Ort wäre. Wir verabredeten uns für 9:30 Uhr und ich habe es gerade mal geschafft, mit dem Hund rauszugehen und mich fertig zu machen. 9:26 Uhr war ich dann auf der Baustelle und sah auf mein Handy und die Nachricht, dass er 20 min. später kommt. Tolle Wurst. Das Wetter war nun nicht gerade angenehm - kalt und regnerisch.

Nach der Warterei hörte ich dann ein ziemlich laut röhrendes Auto und dieses Etwas fuhr dann geschwind zur benachbarten Team-Baustelle. Ich wusste, dass der Handwerker dort nochmal zur Kontrolle war. Ich lief also rüber, um mich zu zeigen, denn ich wollte jetzt nicht noch weitere Minuten warten. Ich wurde aber schnell abgekanzelt und dass er gleich rüber komme. Also wieder zurück durch Matsch und allerlei und gewartet. Dann kam er und der Herr stellte sich dann als Toni vor und dass ich ihn duzen könne. Das macht man auf dem Bau so. Hmmm ja ok, meinetwegen. Gemeinsam sind wir dann Raum für Raum durchgegangen und haben anhand des Angebots, was uns ja vorlag, besprochen, was wir jetzt wirklich brauchen, nehmen und wollen.

So haben wir festgelegt, wo die Fußbodenheizung-Verteilerkästen sein sollen, nämlich ganz woanders. Im EG kommt er nun statt unter die Treppe in den HWR, unter die Belüftungsanlage, und im OG in die gemauerte Brüstung als Unterputz-Variante. Kostet leider wieder Aufpreis, aber einen Ticken weniger als direkt bei Team. Als wir dann im HWR standen, haben wir teilweise die Technik neu platziert. Die Gastherme wird dann direkt über dem Warmwasserspeicher angebracht. Vorher stand das nebeneinander, da wir statt dem standardmäßigen 120 l Speicher ja einen 160 l Speicher gewählt haben und Team meinte, dass passt nicht untereinander. Aber Toni sagte, das geht. Er wird es ja wissen. Er zeichnete zudem die Anschlüsse an und wir legten die Höhen und genauen Standorte der Sanitärkeramiken fest.

Das WC haben wir z. B. 3 cm über dem Standard angebracht, da Stefan größer ist als ich. Dann haben wir nochmal offiziell vereinbart, dass er uns nur die Dusche und Badewanne einbaut und wir uns um WC und Waschbecken selbst kümmern. Entgegen der ersten Planung werden wir auch keine Unterputz-Regendusche mehr nehmen, sondern er macht uns normale Aufputz-Installationen und wir können dann selbst was ranbauen. Optik hin oder her, am Ende entscheidet das Geld.

Das Ganze hat ca. anderthalb Stunden gedauert und danach war ich ganz schön durchgefroren. Nun schickt er das alles nochmal als Auftragsbestätigung und dann werden wir ja sehen, wann er anfangen kann. Er machte mir wenig Hoffnung, dass das mit dem Klinker alles so klappt. Oh je, das fehlt uns echt noch.

Badbemusterung - Das Angebot

Einen besinnlichen 2. Advent und Nikolaus-Tag euch allen! Mittlerweile ist auch ein schneeweißer Weihnachtsstern in unsere Wohnung gezogen. Ich liebe diese Pflanze und hatte es sogar mal geschafft, sie fast ein Jahr nach Weihnachten noch am leben zu halten. Aber das ist ein anderes Thema ;-)

Wir wollten euch noch berichten, dass wir ja zwischenzeitlich Kontakt mit unserer auszuführenden Sanitärfirma hatten. Ein Kollege rief mich knapp anderthalb Wochen nach unserer Bemusterung an und sagte, dass er das Angebot von Bergmann & Franz erhalten hätte. Und dass er uns informieren wollte, dass er jetzt kein Angebot seinerseits für uns aufsetzt, da wir ja "ziemlich teure Sachen ausgesucht hätten, z. B. ein Klo für 600 Euro ". Ich antwortete ihm darauf, dass wir die Preise ja leider nicht kennen, nur die gängigen aus dem Internet. Und dass wir durch "Vitamin B" eigentlich einen anderen Preis bei Bergmann & Franz bekommen könnten.

Er: "Ja, dann müsst ihr (ich wusste nicht, dass wir ins Du verfallen sind) das mal regeln, was das kostet. Ich sage aber gleich, dass ich bauseitige Ware nicht anbaue und mir eh am liebsten ist, wenn ich so wenig wie möglich anbauen muss. Ich setze mich jetzt aber nicht hin und kalkuliere da 2 Stunden was, wenn ihr am Ende eh sagt, dass ist viel zu teuer."

Mir ist während dem Gespräch die Kinnlade runtergefallen. Wer ist hier eigentlich der Dienstleister? Und woher will er wissen, dass wir nicht 600 Euro für ein Klo ausgeben können/wollen/möchten? Ich bat ihn dann während des Telefonats darum, mal das Angebot rüber zu schicken. Ich bekam dann Seite 1, 3 und 5. Dort war weder das WC noch die Gesamtsumme aufgelistet. Also antwortete ich SOFORT, dass ich bitte auch Seite 2, 4 und 6 benötige. Nichts. Einen Tag später bat ich dann erneut drum - meine Zeit ist auch kostbar. Er antwortete, es kommt am Folgetag. Am 25.11. hatte ich das komplette Angebot von knapp 11.000 Euro netto auf dem Tisch. Die Preise vom WC kannte ich ja nun schon, das ganze mal 2 lag der Preis bei 1.312 Euro. Netto wie gesagt. Die Duschabtrennung - die wir in jedem Fall ja eh nicht genommen hätten, da man sie nachträglich günstiger einbauen kann, lag immerhin auch bei 1.791 Euro. Ich wurd' nicht mehr und wollte wirklich nicht den finalen Preis vom Sanitarfutzi wissen.

Ein paar Tage später habe ich mich dann mal rangesetzt und habe die Einkaufsliste von Bergmann & Franz bei reuter.de zusammengesucht. Wenige Sachen habe ich nicht gefunden bzw. gab es eine andere Auswahl. Die Positionen habe ich dann entsprechend weggelassen und würde den Endpreis aber eh nicht sprengen, da es sich dabei nur um Eckventile, Siphons und anderen Kleinkram handelt. Unsere Badewanne von GKI gibt es nicht bei Reuter, diese wäre eigentlich auch gar nicht so teuer und könnte man in der Tat von Bergmann & Franz besorgen. Am Ende kam ich bei einer passablen Summe von mehr als die Hälfte Ersparnis raus. Brutto! Geht doch. Wir werden nun mit der Sanitärfirma Kontakt aufnehmen, dass wir gern ein Angebot über den Einbau der Badewanne und den Unterputz Armaturen hätten. WC und Waschtische bekommen wir schon ran. Wir müssen nur ein paar Kontakte spielen lassen :-D

Badbemusterung

Nachdem mittlerweile ja nun all unsere Handwerker und auszuführenden Firmen feststehen, haben wir sogleich mit der ein oder anderen Kontakt aufgenommen. So haben wir beim Dachdecker zum Beispiel noch eine Antennendurchgangspfanne PVC für unsere Dachziegel bestellt, damit zukünftig eine Satellitenschüssel auf unserem Dach Platz finden kann.


Mit der Klinkerfirma wollten wir eigentlich noch ein "Zierband" vereinbaren. Eine optische Absetzung zwischen EG und OG, aber die Herren wollten 48 Euro netto pro laufenden Meter. Sie wären uns mit 42 netto entgegen gekommen, aber das macht immer noch knapp 1.800 Euro gesamt, wenn wir alle 4 Hausseiten so verblenden lassen. Für einen optischen Schnickschnack eindeutig zu viel.

Dann haben wir mit unserem Sanitärfachmann gesprochen und erfahren, dass wir bei Bär & Ollenroth oder Bergmann & Franz bemustern können. Denn der Standard von TMH gefällt uns gar nicht. Bad und Küche haben für uns schon einen hohen Stellenwert und entsprechend muss das dann auch aussehen. So haben wir uns heute um 7:30 Uhr den Wecker gestellt und sind zu 10:00 Uhr in die Badausstellung in Tiergarten gefahren. Fast 20 min zu früh kamen wir an. Samstagmorgens sind die Straßen einfach noch leer, Berlin schläft und wir kamen super durch. Und auch der Parkplatz von B&F war noch verschlossen, aber 9:57 hatten sie Mitleid und haben endlich die Tore geöffnet.

Wir wurden dann auch gleich von unserer Verkaufsberaterin Frau S. empfangen und haben noch einen leckeren Cappuccino bekommen. Mmhhh, so lässt es sich starten. Frau S. hatte bereits im Vorfeld unseren Grundriss erhalten und auch schon erste Vorstellungen, auf was wir so stehen. Wir haben dann erstmal eine Tour durch die zweietagige Ausstellung gemacht und sie hat uns dies und jenes gezeigt, was zu uns passen könnte. Von dem was wir bisher ausgesucht hatten, war eigentlich so gut wie nichts ausgestellt. Schade. Aber es waren schnell Alternativen gefunden, denn wir wollten:

- spülrandloses WC mit Keramikglasur
- Aufsatzwaschbecken
- Wanne möglichst tief und 80 x 180 cm

Bei dem WC sind wir beim bisherigen Favoriten iCon von Keramag geblieben. Frau S. stellte uns auch noch ein WC mit Turbospülung vor. Das System spült Wasser nicht wie üblich einfach von oben nach unten, sondern sorgt über druckvolle Wasserstrahlen aus drei Düsen für einen leistungsstarken Wasserwirbel, der den gesamten Innenbereich des Beckens erfasst. Vorteil: Sehr leise und gründliche Spülung. Nachteil: Breiter als übliche WC's und der Preis. 

Keramag iCon



Passend zum runden Design unseres WC's haben wir uns für die 2-Mengen Betätigungsplatte Sigma01 von Geberit entschieden. Die sind aber eh schon im Standard dabei und hier müssen wir ausnahmsweise kein Aufpreis zahlen.



Bei der Badewanne haben wir uns für eine Acrylwanne entschieden, da Stahl-Emaille leider auch wieder sehr teuer ist. Wir wollten eigentlich erst eine von Villeroy&Boch mit 50 cm Tiefe. Als wir dann aber in einer 48 cm tiefen Badewanne saßen (zu zweit, es war bestimmt ein Bild für Götter) und das Aussteigen schon mit einem gewissen Schwung nötig war, haben wir uns gegen diese entschieden. Sie ist optisch natürlich auch sehr viel höher als normale Wannen und man wird ja bekanntlich nicht jünger. Nun haben wir uns für einen Hersteller entschieden, den wir bisher nicht kannten. GKI und das Modell nennt sich Fox Rechteckig. Auf dem Bild ist der vordere Teil geschwungen, so wird es bei uns nicht. Sie ist 46 cm tief und sogar innen breiter als die von Villeroy&Boch.


Hier ist locker Platz für 2

Beim Waschbecken war es dann nicht mehr so einfach. Wir möchten Aufsatzbecken auf einer langen Waschtischplatte. Nun stand zur Wahl, dass wir Becken nehmen, die an der Wand befestigt werden oder eben Waschschalen, also die wirklich mitten auf der Platte stehen. Zweites ist natürlich sehr schick, man kann sehr filigrane Waschbecken wählen, aber am Ende haben wir uns aus vor allem 2 Gründen für ein wandhängendes Waschbecken entschieden: 

1. Es kann kein Wasser hinter das Waschbecken auf die Waschtischplatte laufen und es wird somit nicht so dreckig. 

2. Wir könnten den Unterschrank und die Waschtischplatte auch nachträglich anbauen, da das Waschbecken ja erstmal sowieso an der Wand hängt. Das fanden wir gut, denn Unterschränke kosten eine Menge Geld und so sind wir nicht gezwungen, gleich hunderte Euro auszugeben, wenn es vielleicht gerade nicht so passt. Wir können aber trotzdem den Waschtisch benutzen. Natürlich wäre es schön, wenn wir gleich alles zusammen im Bad hängen haben :-)

Bei genaueren anfassen und testen der Waschbecken haben wir uns dann für ein rechteckiges, aber abgerundetes 55 cm breites Becken der Serie Laufen Pro A entschieden. Eigentlich waren wir bisher auf Vero von Duravit aus, aber dies ist eben sehr steil und wir haben immer den Fokus Reinigung im Auge. Bei einem nicht so abgerundeten Becken läuft das Wasser eben auch nicht gut ab... Von Laufen hat uns auch gut das "Ino" gefallen. Aber das war es uns mit über 200 Euro mehr pro Becken dann nicht wert. Irgendwo muss man auch mal das Geld zusammen halten. Es gibt leider nicht Unmengen davon :-(

Laufen Pro A



Bei den Armaturen haben wir es kurz und schmerzlos gemacht. Das Thema finde ich besonders schwer, ehrlich gesagt. Es gibt so viel Auswahl. Aber im Vorfeld hatte ich mir von Hansgrohe und Grohe Armaturen angesehen, weil der Stil mir allgemein gefällt. Stefan stimmte meinem Vorschlag zu und so haben wir auch vor Ort nicht geschaut, was es noch gibt. Es ist Metris von Hansgrohe geworden. Ein rund/eckiges Design, passend zu den bisherigen Keramiken. Diese gibt es für Bad und Gäste WC. Passend dazu dann auch Einhebelmischer für Dusche und Badewanne, denn auf Thermostate stehen wir gar nicht!!

Einhebel-Waschtischmischer Metris von Hansgrohe


Einhebel-Wannenmischer


Für die Badewanne gefiel uns der Wassereinlauf oder die Aufputz-Armatur von Metris nicht. Und wir wollten eigentlich sowieso einen "Schwall-Einlauf". Als wir dann aber unseren favorisierten gesehen haben:



Waren wir etwas über die Größe und "Massigkeit" erschrocken. Auf einmal hat die Armatur nicht mehr gefallen und andere Schwall-Einläufe waren auch nicht so prickelnd. Da kam Frau S. auf eine tolle Idee, der wir sofort zugestimmt haben. Wir nehmen nun einen Wasserlauf durch den Überlaufkörper. Bedeutet das Wasser kommt nun da raus, wo man normalerweise den Stöpsel zudreht und wo der Überlauf ist.



Achso und nicht zu vergessen haben wir auch noch eine Regendusche genommen, aber nur eine Kleine mit einer Brausekopfgröße von 22 cm sowie je eine Handbrause für Wanne und Dusche.


Croma Select von Hansgrohe mit 3 versch. Strahlarten


Regendusche Croma 220 Air 1jet

So wird sie dann in etwa aussehen

Nun müssen wir leider auf das finale Angebot vom Sanitärfachmann warten, da B&F nun unsere Auswahl an ihn schickt. Vermutlich schlägt er auf den Einkaufs- oder Listenpreis noch einige Prozente rauf und wir landen am Ende bei einer unbezahlbaren Summe. Mal sehen inwieweit wir verhandeln können ;-)