28. Bautag: Hinter- und Innenmauerwerk OG

Hereinspaziert und willkommen in unserem Obergeschoss. Ich war heute mutig und habe eine Akrobatenleistung vom Feinsten hingelegt. Vom Gerüst bin ich durch ein Fenster ins Kinderzimmer 1 geklettert. Man war das aufregend, denn es war schon zappenduster. Dann bin ich auch noch fast durch das Treppenloch gefallen, denn es war schneller da als ich dachte ;-) Aber alles gut und schließlich wäre ich auch selbst schuld, wenn was passiert wäre. Also liebe Kinder, nicht nachmachen.

Prüfend schaute ich mir die ausgeführten Arbeiten an. Nachmessen konnte ich bei den Lichtverhältnissen nicht, aber zumindest konnte ich erkennen, dass bei der Wand zur Ankleide wie vom Statiker gefordert Kalksandstein verarbeitet wurde. Stefan konnte bei diesem Besuch leider nicht dabei sein

Ansonsten ist alles - wie schon im EG festgestellt - "klein". Das Schlafzimmer wirkt z. B. so, als würde da nicht mal das Bett reinpassen. Aber ich denke mit Möbeln und der richtigen Deko wird das alles ganz anders aussehen, Es ist eben ein Rohbau und das Haus wird mit der Zeit erst ein "richtiges" Haus. Und da die Räume zurzeit ja ordentlich "gegossen" werden, werden sie vielleicht bis dahin noch etwas gewachsen sein :-)


Kind 1 - Fenster NO

Kind 1 - Fenster NO + SO

Kind 2 - Fenster NW + NO

Schlafzimmer - SW

Ankleide <3

Treppenloch mit Brüstung

Bad

Noch nicht fertige Bad-Wand zum Flur

Ausschnitt für Schornstein

Flur

Flur + Fenster Bad SO

Unten wieder heile angekommen, habe ich dann auch nochmal einen Spaziergang durch das EG gemacht. Da sieht es aus wie bei Hempels unter'm Sofa, sofern Familie Hempel Maurer sind ;-) Naja, irgendwo muss ja das Material und die Reste gelagert werden. Sogar eine kleine Bank haben sich die Maurer gebaut. Wir werden da morgen gleich mal fragen, ob wir die für das anstehende Richtfest behalten dürfen.




27. Bautag: Hinter- und Innenmauerwerk OG

Heute habe ich mal bei der Firma Ulbricht angerufen, da heute morgen um 8 Uhr wieder niemand auf der Baustelle war. Wir waren nun doch etwas verwundert und wollten mal freundlich nachfragen, wann es denn weiter geht. Der Chef sagte uns dann, dass heute weiter gemauert wird und die Jungs erst eine andere Baustelle beenden mussten. Mmmpfff, na ich hätte es lieber gehabt, wenn sie unsere erst mal beendet hätten, denn schließlich haben sie uns einfach seit Donnerstag buchstäblich im Regen stehen lassen.

Wir können die Ergebnisse leider am heutigen Tage nicht mehr begutachten, da wir "ausnahmsweise" mal am Abend einen kulturellen Ausflug machen und sicher erst ganz spät zurück sein werden. Wir sind also gespannt auf morgen :-)

Badbemusterung

Nachdem mittlerweile ja nun all unsere Handwerker und auszuführenden Firmen feststehen, haben wir sogleich mit der ein oder anderen Kontakt aufgenommen. So haben wir beim Dachdecker zum Beispiel noch eine Antennendurchgangspfanne PVC für unsere Dachziegel bestellt, damit zukünftig eine Satellitenschüssel auf unserem Dach Platz finden kann.


Mit der Klinkerfirma wollten wir eigentlich noch ein "Zierband" vereinbaren. Eine optische Absetzung zwischen EG und OG, aber die Herren wollten 48 Euro netto pro laufenden Meter. Sie wären uns mit 42 netto entgegen gekommen, aber das macht immer noch knapp 1.800 Euro gesamt, wenn wir alle 4 Hausseiten so verblenden lassen. Für einen optischen Schnickschnack eindeutig zu viel.

Dann haben wir mit unserem Sanitärfachmann gesprochen und erfahren, dass wir bei Bär & Ollenroth oder Bergmann & Franz bemustern können. Denn der Standard von TMH gefällt uns gar nicht. Bad und Küche haben für uns schon einen hohen Stellenwert und entsprechend muss das dann auch aussehen. So haben wir uns heute um 7:30 Uhr den Wecker gestellt und sind zu 10:00 Uhr in die Badausstellung in Tiergarten gefahren. Fast 20 min zu früh kamen wir an. Samstagmorgens sind die Straßen einfach noch leer, Berlin schläft und wir kamen super durch. Und auch der Parkplatz von B&F war noch verschlossen, aber 9:57 hatten sie Mitleid und haben endlich die Tore geöffnet.

Wir wurden dann auch gleich von unserer Verkaufsberaterin Frau S. empfangen und haben noch einen leckeren Cappuccino bekommen. Mmhhh, so lässt es sich starten. Frau S. hatte bereits im Vorfeld unseren Grundriss erhalten und auch schon erste Vorstellungen, auf was wir so stehen. Wir haben dann erstmal eine Tour durch die zweietagige Ausstellung gemacht und sie hat uns dies und jenes gezeigt, was zu uns passen könnte. Von dem was wir bisher ausgesucht hatten, war eigentlich so gut wie nichts ausgestellt. Schade. Aber es waren schnell Alternativen gefunden, denn wir wollten:

- spülrandloses WC mit Keramikglasur
- Aufsatzwaschbecken
- Wanne möglichst tief und 80 x 180 cm

Bei dem WC sind wir beim bisherigen Favoriten iCon von Keramag geblieben. Frau S. stellte uns auch noch ein WC mit Turbospülung vor. Das System spült Wasser nicht wie üblich einfach von oben nach unten, sondern sorgt über druckvolle Wasserstrahlen aus drei Düsen für einen leistungsstarken Wasserwirbel, der den gesamten Innenbereich des Beckens erfasst. Vorteil: Sehr leise und gründliche Spülung. Nachteil: Breiter als übliche WC's und der Preis. 

Keramag iCon



Passend zum runden Design unseres WC's haben wir uns für die 2-Mengen Betätigungsplatte Sigma01 von Geberit entschieden. Die sind aber eh schon im Standard dabei und hier müssen wir ausnahmsweise kein Aufpreis zahlen.



Bei der Badewanne haben wir uns für eine Acrylwanne entschieden, da Stahl-Emaille leider auch wieder sehr teuer ist. Wir wollten eigentlich erst eine von Villeroy&Boch mit 50 cm Tiefe. Als wir dann aber in einer 48 cm tiefen Badewanne saßen (zu zweit, es war bestimmt ein Bild für Götter) und das Aussteigen schon mit einem gewissen Schwung nötig war, haben wir uns gegen diese entschieden. Sie ist optisch natürlich auch sehr viel höher als normale Wannen und man wird ja bekanntlich nicht jünger. Nun haben wir uns für einen Hersteller entschieden, den wir bisher nicht kannten. GKI und das Modell nennt sich Fox Rechteckig. Auf dem Bild ist der vordere Teil geschwungen, so wird es bei uns nicht. Sie ist 46 cm tief und sogar innen breiter als die von Villeroy&Boch.


Hier ist locker Platz für 2

Beim Waschbecken war es dann nicht mehr so einfach. Wir möchten Aufsatzbecken auf einer langen Waschtischplatte. Nun stand zur Wahl, dass wir Becken nehmen, die an der Wand befestigt werden oder eben Waschschalen, also die wirklich mitten auf der Platte stehen. Zweites ist natürlich sehr schick, man kann sehr filigrane Waschbecken wählen, aber am Ende haben wir uns aus vor allem 2 Gründen für ein wandhängendes Waschbecken entschieden: 

1. Es kann kein Wasser hinter das Waschbecken auf die Waschtischplatte laufen und es wird somit nicht so dreckig. 

2. Wir könnten den Unterschrank und die Waschtischplatte auch nachträglich anbauen, da das Waschbecken ja erstmal sowieso an der Wand hängt. Das fanden wir gut, denn Unterschränke kosten eine Menge Geld und so sind wir nicht gezwungen, gleich hunderte Euro auszugeben, wenn es vielleicht gerade nicht so passt. Wir können aber trotzdem den Waschtisch benutzen. Natürlich wäre es schön, wenn wir gleich alles zusammen im Bad hängen haben :-)

Bei genaueren anfassen und testen der Waschbecken haben wir uns dann für ein rechteckiges, aber abgerundetes 55 cm breites Becken der Serie Laufen Pro A entschieden. Eigentlich waren wir bisher auf Vero von Duravit aus, aber dies ist eben sehr steil und wir haben immer den Fokus Reinigung im Auge. Bei einem nicht so abgerundeten Becken läuft das Wasser eben auch nicht gut ab... Von Laufen hat uns auch gut das "Ino" gefallen. Aber das war es uns mit über 200 Euro mehr pro Becken dann nicht wert. Irgendwo muss man auch mal das Geld zusammen halten. Es gibt leider nicht Unmengen davon :-(

Laufen Pro A



Bei den Armaturen haben wir es kurz und schmerzlos gemacht. Das Thema finde ich besonders schwer, ehrlich gesagt. Es gibt so viel Auswahl. Aber im Vorfeld hatte ich mir von Hansgrohe und Grohe Armaturen angesehen, weil der Stil mir allgemein gefällt. Stefan stimmte meinem Vorschlag zu und so haben wir auch vor Ort nicht geschaut, was es noch gibt. Es ist Metris von Hansgrohe geworden. Ein rund/eckiges Design, passend zu den bisherigen Keramiken. Diese gibt es für Bad und Gäste WC. Passend dazu dann auch Einhebelmischer für Dusche und Badewanne, denn auf Thermostate stehen wir gar nicht!!

Einhebel-Waschtischmischer Metris von Hansgrohe


Einhebel-Wannenmischer


Für die Badewanne gefiel uns der Wassereinlauf oder die Aufputz-Armatur von Metris nicht. Und wir wollten eigentlich sowieso einen "Schwall-Einlauf". Als wir dann aber unseren favorisierten gesehen haben:



Waren wir etwas über die Größe und "Massigkeit" erschrocken. Auf einmal hat die Armatur nicht mehr gefallen und andere Schwall-Einläufe waren auch nicht so prickelnd. Da kam Frau S. auf eine tolle Idee, der wir sofort zugestimmt haben. Wir nehmen nun einen Wasserlauf durch den Überlaufkörper. Bedeutet das Wasser kommt nun da raus, wo man normalerweise den Stöpsel zudreht und wo der Überlauf ist.



Achso und nicht zu vergessen haben wir auch noch eine Regendusche genommen, aber nur eine Kleine mit einer Brausekopfgröße von 22 cm sowie je eine Handbrause für Wanne und Dusche.


Croma Select von Hansgrohe mit 3 versch. Strahlarten


Regendusche Croma 220 Air 1jet

So wird sie dann in etwa aussehen

Nun müssen wir leider auf das finale Angebot vom Sanitärfachmann warten, da B&F nun unsere Auswahl an ihn schickt. Vermutlich schlägt er auf den Einkaufs- oder Listenpreis noch einige Prozente rauf und wir landen am Ende bei einer unbezahlbaren Summe. Mal sehen inwieweit wir verhandeln können ;-)

25./26. Bautag: Hinter- und Innenmauerwerk OG



Hmm, seltsam. Seit 2 Tagen war nun niemand auf der Baustelle. Sie ist doch glatt verwaist und es scheint, als seien die Handwerker spontan abgezogen worden. Toll, ich habe doch letztens schon gesagt, dass die ungenutzte Zeit nervt! Die Handwerker haben zwar nach Planung noch bis zum 20.11. Zeit alles fertigzustellen, aber irgendwie hatten wir gehofft am Wochenende Obergeschossbegehung machen zu können und nicht nur alles vom Gerüst aus sehen zu müssen ;-(

24. Bautag: Hintermauerwerk OG

Wow, schon wieder eine Woche vergangen und nichts passiert. Aber heute war es soweit und das Obergeschoss wurde weiter gemauert. Diese Leerlaufzeiten nerven. Vor allem wenn man daran denkt, dass die Temperaturen ja schnell sinken könnten und man daher jetzt so viel wie möglich schaffen sollte. Ok, wir können uns gerade nicht beschweren was das angeht, uns geht es wettermäßig gerade sehr gut.

Am Abend des 11.11. haben wir uns also das Ergebnis angesehen. Das Hintermauerwerk ist fertig, der Ringanker fehlt noch. Innen wurde noch nichts angefangen. Wir sind schon gespannt, wenn wir das erste Mal das Bad in der realen Größe sehen können!!








18. Bautag: Zwischendecke

Nach dem aufregenden Tag gestern, fanden heute die Betonarbeiten auf der Zwischendecke statt. Wir waren nicht live dabei, aber zeigen euch gern das Endprodukt der ganzen Aktion.

Die Belüftungsauslässe und andere Durchbrüche wurden mit Styropor verschlossen und werden dann vermutlich wieder herausgeschnitten. Nächste Woche sollen dann die Maurerarbeiten weitergehen und bis zum 20.11.2015 abgeschlossen sein. Denn dann kommt der Dachstuhl! :-)





17. Bautag: Zwischendecke



Nach einigen Tagen Baustellenabstinenz, war heute ein großes Ereignis angesagt. Den Termin kannten wir schon seit 5 Wochen und haben entsprechend Nachbarn informiert und die Baustraße legen lassen. Aber es sollte heute alles anders kommen und mich vor einen stressigen Tag stellen.

Heute wurde unsere Zwischendecke geliefert und dazu war ein großer Kran nötig.



Zuerst muss man noch erwähnen, dass am Freitag zuvor überraschend die Erdarbeiten bei unseren Nachbarn begonnen haben, mit denen wir uns eine Zufahrtsstraße teilen. Dies bereitete uns schonmal Bauchschmerzen, da es nun durch die parallelen Bauarbeiten früher als geplant enger auf den Grundstücken wird. Am Freitagabend haben wir dann zudem entdeckt, dass die Bauarbeiter ihren restlichen Füllsand vom Fundament großflächig auf unserem Grundstück und der Baustraße verteilt und platt gewalzt haben. Frechheit! Wir sprachen also gleich mit unseren Nachbarn, die das natürlich nicht wussten und nicht in Ordnung fanden. Wir sind nun dabei zu klären, dass der Sand wieder abgetragen werden muss.

Wir erinnerten unsere Nachbarn nochmal an den Termin am Montag, dass wir die gesamte Grundstücksfläche benötigen und da keine Arbeiten ausgeführt werden können. Nach deren Auskunft sollten diese aber auch erst am Dienstag weitergehen. Da an diesem Tag bei uns der Beton auf der Zwischendecke gegossen werden soll, würde es vermutlich zwar eng werden, aber bestimmt schon alles machbar sein.

Am heutigen Tag war ich also extra zu Hause, um das Spektakel Zwischendecke beobachten zu können. Früh um 7 Uhr begab ich mich zur Baustelle, um zu sehen, ob keiner der vielen Nachbarn unseren Weg versperrt. Alles war im grünen Bereich. Der Kran war für 13:30 Uhr angekündigt. Mit einem schlechten Bauchgefühl machte ich mich dann aber 11:30 Uhr nochmal auf den Weg zur Baustelle und mich erwartete ein schreckliches Bild. Auf unserem Kranstellplatz stand ein LKW mit Bagger und davor ein Transporter der Baufirma vom Nachbarn. Mir pochte das Herz bis zum Hals. Warum waren die da? Ich fragte also freundlich den Bauarbeiter, wann sie denn heute fahren.

Und er sagte: "Um 13:00 Uhr kommt Beton."

Ich daraufhin: "Ja, und mein Kran kommt um 13:30 Uhr und der Termin steht schon eine Weile..."

Er: "Ja, der war vorhin schon da und wir haben überlegt, wie wir das machen. Aber klären se das mal mit meinem Chef, der kommt da grad."

Eindeutig, wer falsch steht!
Ich also zum Chef alias Bauleiter gegangen und erneut erklärt, dass die da nicht stehen können. Das Gespräch wurde schnell hitzig, da dieser Mensch einfach nur uneinsichtig war. Es kamen Sprüche wie: "Ja, wird dann bisschen eng" ... "Das kriegen wir schon hin" ... "Bei Ihnen müssen eh erst noch Deckenstützen montiert werden." Ich machte ihm irgendwann klar, dass er auf meinem Grundstück steht und auf meiner Baustraße, die seine Mitarbeiter mit Füllsand beschmiert haben und ich nicht dafür sinnlos Geld ausgegeben habe, damit seine Leute da stehen. Für einen kurzen Moment war er überrascht, dass er sich auf fremden Grund und Boden breit gemacht hat, denn anscheinend waren ihm die Grenzen nicht bewusst. Nämlich dass es von seinem Haus nur 3 Meter Abstand zur eigentlichen Grundstücksgrenze sind und wir 8 Meter haben. Also er mitten bei uns steht.

Er: "Ja, wie sollen wir dann hier bauen?"

Ich: "Vielleicht dass man sich abstimmt und nicht an dem Tag kommt, wenn bei uns großes Gefährt angemeldet ist? Der Termin steht schon lange fest und sollte Ihnen mitgeteilt werden."

Er: "Kenne ich nicht. Was soll ich jetzt machen?"

Und er ließ mich stehen und begab sich zur Baustelle, Ich fand das frech, einfach abzuhauen. Informierte den Nachbarn und überlegte, wie ich weiter vorgehen kann. Nachdem der Bauleiter seine Gespräche führte, wartete ich und beobachtete das Geschehen. Ich war wütend. Irgendwann war er in meiner Nähe, sagte und lächelte dabei: "Manchmal ist das leider so, dass es nicht so klappt, wie gewünscht." Mir platzte die Hutschnur und machte noch einmal klar, dass seine Arbeiten für heute nicht geplant waren. Dass der eigene Bauherr, unsere Nachbarn, nicht mal von den Arbeiten wissen! Dass wir seit 4 Wochen unseren Termin kommunizieren und planen und ich hier keine Einschränkung mache, nur weil er da ist. Dann wollte er sich damit duellieren, dass sein Termin ja seit 5 Wochen stehe. Ich: "Dann scheint Ihre Kommunikation ja nicht zu laufen, wenn hier niemand was von weiß und sie nicht mal eine Bautoilette haben, sondern unsere benutzen."Und am Ende wollte er sich doch mit mir anlegen, dass es hier keine Grenze gebe und es eine gemeinsame Auffahrt wäre. Ich war wirklich fuchsteufelswild, wie der mit mir sprach. Nur weil ich vermutlich eine Frau bin und in der Minderzahl anwesend. Diese Machogehabe immer! Ich verdeutlichte ihm verbal und gestikulierend die Grundstücksgrenzen und das er gefälligst sein Fahrzeug umstellt. Entweder auf seine Grundstücksseite oder auf die Zufahrt, die gemeinschaftlich genutzt wird. Doch aber nicht unser Grundstück!!! Ich habe keine Ahnung, wie unser "Gespräch" geendet ist. Aber der Bauleiter ist dann weggefahren und unser Nachbar kam kurz danach zur Baustelle. Er versuchte das Thema mit den Handwerkern zu regeln. Es wurde vorgeschlagen, dass zuerst der Kran reinfahren soll, dann die Betonpumpe und dahinter die Deckenplatten. Es war also erst mal eine Lösung gefunden, aber scheiße war die Situation auf jeden Fall.

Ich verließ dann erstmal die Baustelle und kam nach einer Stunde wieder, da zu der Zeit die Arbeiten beginnen sollten. Dort angekommen, erwartete mich folgende Konstellation: Kran (am letzten möglichen Grundstückszippel und nicht auf der Baustraße), die Betonpumpe (auf der Baustraße), ein Autoanhänger mit den Deckenstützen, Betonmischer. Alles war voll. Ich ging dann zu unseren zuständigen Handwerkern und fragte, ob alles klar sei, da die Situation ja nun sehr schwierig ist. Da wurde mir gesagt, dass sie jetzt erstmal nicht arbeiten können, bis die anderen fertig sind. Oh Gott, ich fiel wieder aus allen Wolken. Die Lösung war also doch nicht optimal. Ich malte mir die schlimmsten Szenarien aus: Arbeiten nicht möglich, Mehrkosten oder Beschädigungen. Keine Ahnung, mir ging vieles durch den Kopf. Wir sollten also warten, bis die Betonarbeiten (Bodenplatte) beendet sind? Dies kann lange dauern. Aber ging dann doch schneller als gedacht, weil der Beton alle war und neuer her musste. Also nutzten unserer Handwerker die Chance und fuhren die Deckenelemente an die Baustelle. Die dachten aber mit und waren so nett, sich so nah an den Rand zu stellen, dass der Betonmischer dann auch wieder durchkommt. Das nenne ich Einsicht und Hilfsbereitschaft unter Handwerkern. Und nicht so ein Verhalten wie vom Bauleiter.







So konnten die Arbeiten dann auf beiden Baustellen gleichzeitig stattfinden und auch heute beendet werden. Am Ende kam dann noch raus, dass die Betonarbeiten beim Nachbarn kurzfristig stattgefunden haben. Ha!!! Denn eigentlich sollte auf unserem Baufeld ein anderes Grundstück eine Bodenplatte bekommen. Da dort aber die Markierungen vom Vermesser weg waren, konnten die Arbeiten nicht gemacht werden. Damit die Baufirma aber keinen Leerlauf hat, sind sie halt eben spontan zu uns gefahren. Ich fass es nicht. Da lügt mir der Typ von Bauleiter also auch noch ins Gesicht!! Wenn der mir wieder in die Finger kommt ... Jedenfalls hier noch die Bilder des Tages:

Blick von oben, hier kommt morgen noch Beton

Das bisherige Lieblingsstück des Hauses:
Der Wäscheabwurfschacht. Na ja, das Loch dafür

Blick vom HWR nach oben



Treppenguckloch