Valentinstag

Heute ist der kommerzielle Tag der Liebe. Uns ist das nicht so wichtig und wir zelebrieren das nicht. Wir haben uns stattdessen heute um die Baustelle gekümmert. In den letzten Tagen hatte es ziemlich gestürmt und der Bauleiter rief zwischendurch mal an, dass sich viel Müll angesammelt hat, der aber nicht von uns komplett ist. Da sind Verpackungen und Materialreste dabei, die nicht von uns verarbeitet wurden.

Wir haben uns das ganze mal angesehen und hatten keine Lust diejenigen jetzt ranzupfeifen, denen das gehört. Also haben wir flink unsere 4 Hände genommen und haben romantisch die Baustelle bereinigt. 2 große Müllsäcke haben wir befüllt. Und ganz ehrlich: Das meiste war von uns. Da waren zum Beispiel der Reste der Abziehfolie/Schutzfolie der Fenster. Überall lagen Streifen davon rum. Oder Stücke der Verpackungsfolie der Dämmwolle. Vielleicht wollte der Bauleiter es nicht wahr haben, aber ja. Seine Handwerker machen so einen Dreck,





Dann haben wir uns heute auch noch intensiv mit dem Angebot von Alarm-Center befasst. Auf jeder Seite mussten wir was ändern und wieder anpassen. So langsam haben wir die Schnauze voll, denn diese Änderungen haben wir ja nicht zum ersten Mal angegeben. Also strichen wir wieder, zählten Steckdosen und machten Herrn F. deutlich, dass wir diese Positionen jetzt zum x-ten Mal korrigieren und das eigentlich langsam nicht mehr sein kann. Wir baten darum, dass er uns noch heute das neue Angebot schickt, aber es ist Sonntag. Und wenn wir arbeiten müssen, warum sollte er es dann auch tun >.<

Fliese für das Gäste WC

Heute ist Samstag und ich habe ganz vergessen gestern zu berichten, dass unser Fassadengerüst nicht abgebaut wurde. Toll, dabei haben wir uns so gefreut. Wir hatten dann den Bauleiter informiert und er meinte, dass er es verlängert hat, da er sich nicht sicher war, ob die Verfuger fertig werden.

Am gestrigen Abend haben wir ebenfalls dem Bauleiter Bescheid gegeben, dass wir bis dato kein neues Angebot vom Elektriker erhalten haben und das obwohl unsere Korrektur seit dem 02.02.2016 vorliegt. Nur wenige Minuten später rief dann der Elektriker zurück, dass er Serverprobleme hat und es uns am Samstag schickt. Wieder mal eine Frage in den Raum: Wenn man am Mittwoch ein Angebot liefern soll (wurde uns so zugesagt), dies erst am Freitag schafft und dann auch noch weiß, man hat Serverprobleme, ruft man dann nicht vielleicht an, um sich zu vergewissern, ob das Angebot angekommen ist oder nicht? Denn er meinte am Abend nur: "Wenn Sie nachfragen, ist es heute wohl nicht durchgegangen..."

Das neue Angebot kam dann pünktlich zur Frühstückszeit und was soll ich sagen... Zwei Blicke reichten, um festzustellen, dass immer noch der Großteil falsch ist. Gestrichene Positionen waren immer noch drin oder von uns korrigierte Anzahlen von bspw. Steckdosen wurden nicht angepasst. Da wir allerdings heute verabredet waren, können wir uns damit erst später befassen. Denn dies wird wieder mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Wir wollten heute nämlich u.a. nochmal zu Fliesen Wilkö, immer noch wegen des Gäste WC's. Wir hatten uns mittlerweile auf Betonoptik eingeschossen und steuerten diese "Kojen" in der Ausstellung direkt an. Aber so richtig konnte es mir wieder nicht recht gemacht werden, was vielleicht auch daran liegt, dass mir alles zu kalt wirkte, auch weil das Licht in der Ausstellung sein übriges dazu tat. Aber zum Schluss haben wir doch was gefunden. Eine Zementoptik mit ganz leichten Ornamenten. Sie wirken nicht aufdringlich und daher irgendwie interessant. Und wir nehmen auch keinen Grauton, sondern Sand. Allerdings wirkt der Farbton - wegen dem Licht - auf den Bildern sehr grau.


Die Ornamente werden auf der Bodenfliese und beim Dekor über dem WC zu sehen sein. Die Wand mit dem Waschbecken wird weiß mit großen 45 x 90 Fliesen. Eigentlich wollte ich ja das kleinere Format nehmen, aber uns wurde zu den großen geraten, weil sie eben das kleine WC strecken. Naja und vom Maß her passen die auch besser, weil man dann nicht groß was schneiden muss. 






Nacharbeiten Dachunterstand



Am heutigen Tag sollte unser Gerüst abgebaut werden und ich hatte mir vorher vorgenommen, doch noch den Dachunterstand nachzuarbeiten. Im Hellen war das doch sehr auffällig mit den Schraubenköpfen im Dachkasten und ehrlich gesagt nicht schön. Da ich nicht wusste, zu welcher Zeit das Gerüst abgebaut wird, habe ich mich ganz früh auf den Weg gemacht und durfte bei diesem tollen Wetter die Aussicht genießen. Allerdings war es dazu auch mega kalt, es waren m.E. leichte Minusgrade und ab und zu schob sich eine Wolke vor die Sonne und dann war das nicht mehr so angenehm. Aber was muss das muss.

Am Ende haben die Arbeiten 2 Stunden gedauert und anstatt Acryl auf die Schrauben zu klatschen, bin ich einfach mit der Farbe rüber gegangen. Während das bei den Stirnbretter nicht weiter auffiel, weil die Farbe ja dort erst von uns verarbeitet wurde, und ich dort recht großzügig drüber malern konnte, war das beim Dachunterschlag nicht ganz so möglich. Da wir uns für endbehandeltete Bretter entschieden haben, hatten diese eben auch ihr eigenes weiß und waren eher matt. Daher konnte man dann sehr genau sehen, wo ich rumgekleckst habe und wo nicht. Aber von unten hält sich das in Grenzen und wenn es keiner weiß, guckt eh keiner und es interessiert sicher niemanden ;-) Aber der Unterschied macht auf jeden Fall einiges her!

          
Vorher
Nachher







Während ich da oben so lang lief, schaute ich mir auch nochmal die Verfugung und das nachträglich vereinbarte Zierband an. Wir sind froh, dass wir uns dafür entschieden haben, da es doch etwas auflockert. Wir wurden schließlich schon gefragt, was wir da für ein riesen Haus gebaut haben. Dabei wirkt es nur so kompakt durch den Stein.




Und ebenfalls die Gunst der Stunde genutzt, um mir die Arbeiten des Schwagers anzusehen :-) Er hat ja am Vortag den Blitzschutz aufs Dach und an dem Fallrohr montiert und so sieht das Ganze aus. Außerdem waren die Tage auch die Dachdecker da und haben noch 2 zusätzliche Tritte für den Schornsteinfeger verbaut. Team Massivhaus hat leider nicht ordentlich geplant und so waren mal wieder Zusatzkosten erforderlich :-(







Erneute Fliesenauswahl

Aber damit war der Tag nicht gelaufen. Am Abend waren wir um 18 Uhr nochmal bei Fliesen Wilkö in Lichtenberg, da wir ja noch eine Bodenfliese für das Gäste WC benötigen. Bevor wir dies in Angriff genommen haben, machten wir uns nochmal auf die Suche nach einem Boden für den Flur. Wir suchten eine günstigere Alternative für die 125 Euro Fliese.

Wir waren zuletzt (und als erstes von allen Fliesengeschäften) ja im Herbst 2015 bei Wilkö und hatten damals ja mal eine Erstauswahl getroffen und einen ganz bestimmten Boden für den Flur im Auge gehabt. Dieser gefiel uns an sich immer noch gut, aber er ist ziemlich dunkel und mittlerweile haben wir uns dafür entschieden im ganzen Haus einen hellen Boden zu verlegen. Wir fanden auch zwei helle Alternativen, nur hatten wir leider an diesem Abend das Muster unserer Fußbodens vergessen und konnten nun nicht checken, ob das überhaupt zusammen passt.

Auf der Suche nach einer Bodenfliese für das Gäste-WC kamen wir an der Holzoptik-Abteilung vorbei. Natürlich warfen wir nochmal einen Blick rein und nach ein bisschen interner Diskussion zwischen Stefan und mir kam ein Mitarbeiter, der uns unsere Verzweiflung ansah. Wir hatten mittlerweile sogar eine Fliese gefunden, die uns ganz gut gefiel. Die Frage war aber, gibt es dazu eine passende Wandfliese (wie bei der V&B Serie Lodge). Leider nein, dies war eine reine Holzserie. Dies war der Anstoß einer wunderbaren Beratung. Denn neben dem Kollegen, der uns diese Frage beantwortete, kam auf einmal noch ein weiterer dazu. Am Ende stellte sich raus, dass es der Chef war. Wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach einer passenden Wandfliese, denn uns wurde erklärt, dass man bei einer gleichformatigen Fliese nicht auch eine gleiche Fuge hat. Denn wenn die Fliesen kalibriert sind, dann passen diese nur zu ihrer eigenen Serie. Als Beispiel wurden uns auch zwei verlegte Fliesen gezeigt. Beide hatten das Format 60 x 60 und die Fuge war total verschoben. Wir bekamen dann Tipps, wie man das aber umgehen kann und fanden die Idee mit einen zwischengesetzten Mosaik gar nicht so schlecht. Gut, wahrscheinlich kann sich das niemand vorstellen, wie ich das meine. Aber uns gefiel das gesehene ganz gut.

Eine beige Wandfliese zu finden war aber gar nicht so einfach, aber es habt geklappt. Zu dieser Entscheidung gesellte sich dann noch ein dritter Kollege, der sich als hauseigener Fliesenleger entpuppte. Er bestätigte uns in der Auswahl, das wir damit nicht falsch liegen und ihm das gefällt. Wir haben uns also für den italienischen Hersteller Atlas Concorde entschieden und die Farbe heißt "noce". Diese ist ein Tick günstiger und die Wandfliese liegt mit ca. 22 Euro ja mal total im Rahmen.



Bis das Angebot dann fertig geschrieben war, war es bereits weit nach Schließzeit und am Ende lernten wir noch weitere Mitarbeiter kennen, die uns alle dabei halfen die richtigen Preise aus den Katalogen zu suchen. Echt super, wir waren begeistert. Nur eine Bodenfliese für das Gäste-WC hatten wir vollkommen vergessen. Dafür haben wir uns aber in Sachen Treppenbelag beraten lassen und uns entschieden, diese - wenn doch - vollkommen fliesen zu lassen (und nicht nur die Trittstufe) und als Auflockerung ein Treppenkantenprofil zu verkleben. Beispiel siehe unten.


84. Bautag: Verfugung

Heute stand die nachträgliche Verfugung unseres Hauses an. Dies wurde uns als "Wiedergutmachung" von der Klinkerfirma angeboten, da sie ihrer Arbeit im geplanten Zeitraum ja nicht nachkommen konnte. Denn als Standard wird eigentlich die Verfugung "im eigenen Saft" angeboten.

Passend zu diesem Termin wurden unsere Fugenlüfter geliefert und diese habe ich heute Morgen dann auch zur Baustelle gebracht mit der Frage, ob die Verfuger diese vielleicht gleich "einbauen" können. 



Ein bisschen sehen sie ja aus wie Lockerwickler ;-)

Netterweise haben sie das auch übernommen, aber leider haben 100 Stück nicht gereicht und wir müssen nochmal nachbestellen. Leider soll ja morgen das Gerüst abgebaut werden, also müssen wir dann noch eine lange Leiter organisieren, um die nachträglich in die Fugen zu popeln.




Am Nachmittag war dann auch mal wieder der Bausachverständige auf der Baustelle. Da unser Haus ja nun abgeschlossen ist, ist er von uns abhängig und die Begehung muss zwangsläufig mit uns zusammen stattfinden. Dagegen haben wir natürlich nichts, da wir sonst nie wussten, wann er mal da war. Über den bisherigen Bau-Stand konnte er sich nicht beschweren. Das Klinkerbild fand er sehr gut, die Verfugung würde er sich aber erst später anschauen, wenn die Jungs fertig sind. Die waren nämlich bis in die Abendstunden beschäftigt. Aufgefallen ist ihm aber, dass die Fenster doch ziemlich viele Mörtelspritzer abbekommen haben. Wir sollen diese ja nicht putzen, da wir sonst ungewollt Kratzer ins Glas reiben könnten. Er wird dafür sorgen, dass dies von Team Massivhaus übernommen wird. Ok, sind wir gespannt. Normalerweise schert sich eine Baufirma ja nicht um die Putzarbeiten...

Im Haus haben wir uns dann die montierten Fenster angesehen. Diese fand er sehr gut befestigt und auch die Schweißbahnen waren ordnungsgemäß verlegt. Ich kann diesen Geruch von Bitumen aber leider gar nicht leiden und war froh, als wir wieder draußen waren.





Und zu guter Letzt an weiteren Handwerksarbeiten wurde heute durch Stefans Bruder unser Blitzschutz der Satellitenschüssel angebaut. Da der Elektriker unser Meinung nicht marktübliche Preise nimmt, haben wir uns ja entschieden die LAN-Leitung und die Satelittenschüssel in Eigenleistung zu machen. Nun gut, also wir unterstützen nur, denn machen wird es wer anders ;-)


Termin mit dem Fliesenleger

Nach dem ganzen Stress mit dem Elektriker hatten wir ebenfalls am Mittwochabend auch noch einen Termin beim Fliesenleger. Zwar ist es bis zu den Arbeiten noch etwas hin, aber um hier frühzeitig die Vorstellungen abzusprechen und das Angebot zu kalkulieren, fanden wir es gut, dass der Fliesenleger den Termin vorgeschlagen hat. Eigentlich wollte er mit uns zusammen durch die Ausstellung gehen, aber das befanden wir nicht für nötig. So haben wir uns also wieder auf den Weg ins nördliche Brandenburg gemacht und wurden in einer Filiale für Naturböden empfangen. Endlich mal ein flexibler Handwerker, der auch 18 Uhr für uns Zeit hat.

Wir redeten nicht lange um den heißen Brei und sagten ihm an erster Stelle, dass wir eigentlich nur konkret über die Badezimmer reden müssten, da wir die Küche weder auf dem Boden noch an der Wand fliesen werden und beim Flur aufgrund der teuren Fliesen (aus dem Fliesen-Zentrum) wohl darauf verzichten werden. Er fragte dann, was wir denn stattdessen machen möchten und wir gaben ihm eine ehrliche Antwort. Leider war diese für einen Laden für Naturböden natürlich Gift. Vinyl oder Laminat, großer Aufschrei! Wir bekamen dann eine kurze Einführung zu Korkböden und beließen es dabei, da er merkte, dass wir darauf nicht so angesprungen sind.

Wir gingen dafür dann mehr ins Detail beim Hauptbad, da wir hier nicht nur eine Boden- und eine Wandfliese möchten, sondern auch Akzente mit der Bodenfliese an der Wand setzen möchten. Schwieriger wurde es dann bei unserer Auswahl der Fliesen. Diese sind ja von Villeroy & Boch und daher ziemlich teuer. Er machte uns gleich klar, dass Großformate verlegen bei ihm ordentlich kostet und es nicht vielleicht besser wäre, wenn wir nochmal zusammen durch ein Fliesengeschäft gehen, um eine günstigere Alternative zu finden. Wir sagten ihm, dass wir ja nun schon bei 5 Läden waren und uns jetzt endlich mal auf diese Fliesen eingeschossen haben und wir trotzdem mal gern ein Angebot hätten. Er nickte das so ab, notierte sich Formate und Vorstellung und wir machten einen Schwenk zum Gäste-WC. Hier war die Geburt nicht ganz so schwer, nur fiel mir beim erzählen auf, dass wir gar keine andersfarbige Bodenfliese haben und das Bild dann ziemlich öde aussehen würde. Der Fliesenleger bestätigte das und wir sind dann so verblieben, dass wir uns nochmal auf die Suche nach einer Bodenfliese machen und ihm am Wochenende alle Daten zu den Fliesen schicken.

Baubehinderungsanzeige

Dieser Post wird lang und vielleicht auch ein wenig emotional. Wir haben gestern Abend per Anruf und E-Mail erfahren, dass unser Elektriker eine Baubehinderungsanzeige gegen uns gestellt hat. Dies hat uns ziemlich aufgewühlt, weil wir damit nicht gerechnet haben und ja noch Stunden zuvor mit ihm telefoniert haben, als wäre nichts.

Man muss zur Erklärung etwas ausholen, weil wir ja bisher noch nicht so intensiv auf das Thema Elektrik eingegangen sind. Als wir Anfang Oktober 2015 erfahren haben, dass sich die zuständige Elektrofirma bei uns ändert, waren wir nicht erfreut. Wir hatten von Alarm-Center schon die schlimmsten Sachen gehört. Allen voran die Info, dass es keine Begehung auf der Baustelle gibt, um Schalter und Steckdosen zu bestimmen. Unser Bauleiter riet uns damals, dass wir darauf bestehen und frühzeitig einen Termin vereinbaren sollen. Diesen Wunsch machten wir also beim Elektriker kund. 3 Wochen später erhielten wir dann praktisch Antwort mit einem Installationsvorschlag auf Papier, übersetzt: Unser Grundriss mit eingezeichneten Symbolen. Dazu gab es einen Anruf, dass er darum bittet, dass wir vorerst eine Planung auf Papier vornehmen, damit die Begehung dann schneller durchzuführen ist und wir bereits eine Vorstellung haben, wo was hin soll. Diesem Vorschlag stimmten wir zu, macht ja Sinn.

Nun sind wir aber Laien und mussten uns erstmal überlegen, wo wir am ehesten was brauchen und was am meisten Sinn macht. Da wir glücklicherweise ja einen Elektriker in der Familie haben, verbrachten wir viele Stunden gemeinsam, um einen optimalen Plan auszuarbeiten. "Hotelschaltung", "Serienschaltung" oder "Wechselschaltung" fielen als Begriff oder auch "nehmt in jedem Wohnraum eine doppelte Cat 6 Netzwerkdose". Das Thema überforderte uns von Beginn an, weil es Einziges nicht greifbar ist. Man weiß zwar, dass man eine Steckdose brauch, aber wo platziert man sie am besten und wie spielen Schaltungen miteinander zusammen. Unsere Änderungswünsche dauerten eine Weile, auch weil ich als Perfektionistin die Planung nicht per Hand machen wollte, sondern mich Abend für Abend nach der Arbeit an den Computer setzte und mittels Bildbearbeitung die Symbole einarbeitete.


Nach Weihnachten erhielten wir dann kommentarlos ein Angebot. Dieses „studierten“ wir während der Feiertage, indem mit Hand im Grundriss abgestrichen wurde, welche Steckdosen/Schalter sind im Bauvertrag, welche Zusätzlich. Mit zwei Farben konnten wir am besten feststellen, ob alles berücksichtigt wurde. Schnell mussten wir aber feststellen, dass so ziemlich alle Fragen und "Sonderwünsche" nicht im Angebot aufgenommen wurden. Zudem war dieses völlig unverständlich für uns beschrieben. "Unischalter mit Schaterdose" oder "Potential 4mm²" warfen Fragen auf. "Wir möchten einen Serienschalter, ist damit der Unischalter gemeint?" ... Vielleicht schlägt hier jemand die Hände über den Kopf zusammen, aber wieso kann man nicht schreiben "Serienschaltung", wenn man das in diesem Zimmer möchte ... Uns fehlten einfach die genauen Definitionen, wofür gewisse Positionen gebraucht werden. Zudem war uns zu diesem Zeitpunkt schon besonders die Position „Mehrpreis für Umsetzen eines Rollladenschalter im Raum“ für 40,51 Euro netto fraglich. Wir möchten die Rolladenschalter an der Tür und nicht am Fenster. Nun wird uns was berechnet, obwohl vertraglich nicht festgelegt ist, an welcher Stelle der Rolladenschalter zu sein hat.

Nach intensiver Aufdröselung des Angebots in die Bestandteile mit dem Schwager/Bruder haben wir dann also das Angebot in eine Exceldatei abgeschrieben und dort via Kommentarfeld unsere Anmerkungen und Fragen gestellt. Auf dem Angebot direkt war einfach zu wenig Platz. Und wir schlugen vor, dass wir uns am besten zusammensetzen, um diese Punkte zu besprechen.

Wie der Termin war, haben wir ja hier bereits beschrieben. Und daraufhin erhielten wir ein überarbeitetes Angebot, welches wieder von uns bis ins kleinste Detail aufgeschlüsselt werden musste. Im Termin hatten wir ja einige Zusatzinstallationen besprochen, die wir erstmal preislich beziffert haben wollten. Auf dem Angebot selbst waren aber nur 50% dieser Absprachen vermerkt und wir mussten wieder und wieder nachfragen. Es zog sich alles hin und auch das Thema mit den Rolladenschalter an der Tür war uns immer noch ein Dorn im Auge. Er wollte einfach nicht von seiner Meinung abweichen, dass er Geld verlangen könnte und Team Massivhaus regte sich auch überhaupt nicht, um uns dabei zu helfen. Denn schließlich haben wir mit denen einen Vertrag!!!

Am 02.02. versendeten wir das erneut korrigierte Angebot und 2 Tage später die neue Installationsplanung. Denn zur Anzahl der Steckdosen, die wir einzeichnen mussten, sollten wir nun auch beschriften, in welcher Höhe diese sollen, den Wandabstand festlegen oder den genauen Platz der Deckenleuchten. Da wir ja keine Elektriker sind und einen Vollzeitjob haben, war es jeden Abend ein Spaß uns hinzusetzen. Wirklich!! *Ironie aus* 

So langsam rann uns die Zeit durch die Finger. Ab 10.02.2016 sollen die Elektroinstallationen beginnen, bzw. bis 19.02.2016 fertiggestellt werden. An diesem Montag telefonierten wir dann erneut mit dem Elektriker von Alarm-Center, da er anscheinend endlich mal unsere Korrekturen angesehen hat und wieder feststellen musste, dass wir für die Rolladenschalter nichts bezahlen werden. Er machte uns klar, entweder so oder gar nicht. Wie sooft auch bei anderen Themen. Irgendwie kann ich das gar nicht alles wiedergeben. Aber diese "Friss oder Stirb-Pistole" auf der Brust haben wir oft bekommen. Kurzes Beispiel: Wir möchten diese oben erwähnten Netzwerkdosen nur als Vorinstallation, also praktisch nur Kabel aus der Wand gucken lassen. Endmontage dann durch uns. Kostet die Leistung dann genau so viel, wie für die volle Leistung. Verstehen wir nicht, aber da haben wir sie wieder: "Nimm das so oder eben nicht." Am Ende nehmen wir es nicht und machen das mit Stefans Bruder in Eigenleistung. Insgesamt mussten wir feststellen, dass Alarm-Center einfach keine fairen Preise macht. Wir haben Vergleichsangebote, die wir sehr viel lieber genommen hätten. Aber mit einer Gutschrift von nur 2.400 Euro durch Team Massivhaus für das Gewerk Elektro kann man leider keine Vollausstattung des Hauses leisten.

Ende vom Lied also: Elektriker sagt, wir bösen Bauherren unterschreiben sein Angebot nicht und daher kann er nicht beginnen. Wir sagen: Wir müssen dauernd korrigieren, weil bisher kein Angebot richtig war und sind die Leidtragenden, da wir zudem SEINE Arbeit machen, nämlich eine Installationsplanung, die uns Zeit und Nerven kostet.

Wir haben diese Anzeige natürlich nicht so stehen lassen und 4 Seiten Stellungnahme (haha, das hier war die Kurzform) an Team Massivhaus gesendet. Am heutigen Tag bekamen wir einen Rückruf vom Bauleiter, der uns dahingehend beruhigte, wir sollen uns keine Sorgen machen, diese Baubehinderungsanzeige ist eine normale Formalität. Mag ja sein, aber uns wieder mit Bauverzug zu unseren Lasten zu drohen ist nunmal nicht schön zu lesen. Deswegen haben wir unserem Schreiben an Team auch die magischen Worte benutzt "dass wir uns gezwungen sehen, rechtlichen Beistand einzuholen". Wir wissen nicht, ob man damit einer Baufirma Angst macht, aber noch ein Schnitzer und wir werden es wahr machen. Der Bauleiter sagte auch, dass er dafür sorgen wird, dass die Arbeiten fristgerecht ausgeführt werden. Wir bitten drum, denn wir haben unsere Arbeit gemacht und warten schließlich auf den Elektriker...